TSG Bergedorf

Von der Hoffnung auf bessere Zeiten

Bergedorf (olü). Die Basketballer der TSG Bergedorf haben schon bessere Zeiten erlebt. Vor rund einem Jahrzehnt heimste der Großverein bei Hamburger Meisterschaften im Jugendbereich reihenweise Titel ein.

Die TSG war in der Hansestadt eine Macht, die 1. Herren in der 1. Regionalliga etabliert. Davon sind die Bergedorfer heute meilenweit entfernt. Aktuell heißt die Mission in der 2. Regionalliga "Klassenerhalt". Bei diesem Unternehmen musste die Mannschaft um den scheidenden Spielertrainer Ibrahim Sall-Schlepper einen weiteren Rückschritt hinnehmen. Die Gastgeber verloren gegen den Bramfelder SV verdient mit 79:89 (41:52).

"Natürlich bin ich mit der Entwicklung der vergangenen Jahre nicht zufrieden", sagt Boris Schmidt. Der TSG-Vorsitzende, der bei Europapokalspielen als Schiedsrichter eingesetzt wird und früher selbst die 1. Herren coachte, hat sich in den vergangenen Jahren herausgehalten, wenn es um die Basketball-Abteilung seines Vereins ging. Das könnte sich nun ändern. Schmidt will im Frühjahr die Initiative ergreifen. "Wir haben so viel Kompetenz im Verein. Die müssen wir nutzen", sagt der 49-Jährige. Damit meint der Vorsitzende nicht nur sich, sondern auch den früheren Trainer Alex Biller oder den langjährigen Kapitän des Greifswalder SV, Tobias Görlich. Beide arbeiten für die TSG.

Zudem will der größte Klub im Hamburger Osten ab dem Sommer mehrere hauptamtliche Trainer einstellen. Dies wird möglich, da die TSG in die Nachmittagsbetreuung an Grundschulen einsteigt, die in Ganztagsschulen umgewandelt werden. Schmidt hofft darüber, den einen oder anderen Spieler für die 1. Herren gewinnen zu können. Sall-Schlepper bleibt jedoch skeptisch: "Ich hoffe, dass nicht alles zusammenbricht, wenn ich gehe."

TSG-Punkte: Georgiev (24), Kröger (18), Sall-Schlepper (16), Ansah (12), Klebba (5), Müller, Surotkin (je 2).