24:31 in Lübeck

"Die Jungs sind mir einen Sieg schuldig"

Lauenburg (dsc). Bis zur Auszeit des Lübecker Sportvereins Gut Heil von 1876, kurz Lübeck 1876, lief es für die Handballer der Lauenburger SV genau nach Plan.

Die Deckungsreihe stand sicher, im Angriff spielten die Elbestädter ihre Angriffe geduldig zu Ende. Nach 23 Minuten führte die LSV beim Landesliga-Zweiten verdient mit 11:7. Doch nach der einminütigen Spielunterbrechung hatten die Gäste alle taktischen Vorgaben vergessen, suchten plötzlich den schnellen Torerfolg. Das bestraften die Lübecker gnadenlos. Schon zur Pause führten sie 14:13 und siegten am Ende gar deutlich mit 31:24.

"Der Witz ist, dass Lübeck nach der Auszeit gar nicht umgestellt hat. Die Einzigen, die etwas anders gemacht haben, waren wir", sagte LSV-Trainer Thilo Asmus. Seine mahnenden Worte zur Pause brachten keine Besserung. Die Gäste hielten den Rückstand lediglich in Grenzen (22:26, 53.). Erst nach einer Zeitstrafe gegen Mark Neckel brachen die Lauenburger ein. "Uns fehlt das Ziel. Wir sind jenseits von Gut und Böse. Es wird Zeit für einen Neustart", sagt der am Saisonende scheidende Asmus und ergänzt: "Langsam sind mir die Jungs einen Sieg schuldig." Der letzte liegt bereits fünf Partien zurück.

LSV-Tore: Prötzig (6), Simon (5), Gutsch (5/1), Hadeler (4/2), Kraftschick (2), Grandt, Börger (je 1).