TuS Aumühle-Wohltorf

Auf der Suche nach der alten Form

Aumühle. Eigentlich haben die Handballer des TuS Aumühle-Wohltorf alles im Griff. Nach 19 Minuten führt der Hamburg-Ligist gegen Tabellennachbar SC Alstertal-Langenhorn mit 8:5.

Doch dann werden die Gastgeber im Abschluss nachlässig: Erst verwirft Moritz Ekberg einen Siebenmeter, keine 60 Sekunden später ist es Christoph Schlüter, der den durchgestarteten René Dambel mit einem langen Pass auf die Reise schickt. Doch den kann Dambel unmöglich erlaufen. Den nächsten beiden Versuchen steht die Latte im Weg. Schnell ist das Duell wieder offen (8:8, 23.). Der TuS macht sich das Leben selbst schwer, schafft es aber, ein Tor mehr als die Gäste zu erzielen - Endstand 23:22.

Bereits nach neun Minuten muss der Unparteiische das Ballfangnetz hinter dem Gästetor wieder zurechtrücken. Lediglich zwei Versuche fanden den Weg ins Tor. Doch auch SCALA lässt anfangs viele Möglichkeiten ungenutzt. Nach einer Viertelstunde liegt Aumühle deshalb sogar knapp in Front (5:4). Die Mannschaft aus dem Sachsenwald ist zwar überlegen, doch die Unzulänglichkeiten im Abschluss bescheren ihr nur eine knappe Pausenführung (12:11).

Nach dem Wechsel können sich dann die Gäste zunächst etwas absetzen (17:14, 43.). Der TuS bleibt jedoch dran. Nach zwei aufeinanderfolgenden Fouls der Hamburger in Minute 49 ist Aumühle beim Stand von 17:18 in doppelter Überzahl. Zunächst läuft es nach Plan, Jan-Eggert Sievers egalisiert per Siebenmeter.

Im Anschluss läuft beim Tabellenvierten wenig zusammen. Zunächst erzielen die Gäste das 19:18 (50.), dann scheitert Sievers frei vor Keeper Stephan Berg. Sebastian Siepert und Christoph Schlüter müssen kurz darauf gar für zwei Minuten vom Feld, während die Gäste wieder komplett sind. SCALA erhöht auf 20:18 (52.), der TuS steht mit dem Rücken zur Wand.

Im Gegenzug bringt Dambel sein Team mit einem Tor aus spitzem Winkel wieder heran. Es ist der Auftakt einer bemerkenswerten Aumühler Schlussphase. Durch den Sieg springt der TuS auf den dritten Platz. Ein fader Beigeschmack bleibt. "Wir waren vor der Winterpause auf einem anderen Level", kritisiert TuS-Trainer Holger Nielsen. Der wichtige Sieg kann dem TuS aber Sicherheit geben. Auch weil als nächstes wieder ein Auswärtsspiel ansteht. Die Bilanz in der Fremde (ein Sieg in sieben Duellen) ist ausbaufähig. "Zu Hause spielen wir ruhiger", meint Keeper Florian Dettmann.

TuS-Tore: Sievers (9/4), Dambel, Schlüter (je 3), Ekberg (3/1), Siepert (2), Kretzschmar, Rosenthal, Schreiber (je 1).