Umweltausschuss

Giftspritze gegen Unkraut: Grüne fragen nach

Lauenburg(kl). Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel. Wo es versprüht wird, bleibt nur eine braune, verbrannte Fläche.

Lauenburg(kl). Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel. Wo es versprüht wird, bleibt nur eine braune, verbrannte Fläche.
Doch das Gift steht im Verdacht Krebs auszulösen, vielleicht sogar genverändernd zu wirken. Die Lauenburger Grünen wollen sich des Themas annehmen. Sie haben für die nächste Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Energiewende eine Anfrage vorgelegt, in der es um glyphosathaltige Herbizide geht.

Katharina Bunzel und ihre Fraktionskollegen wollen wissen, ob und in welchen Mengen diese Stoffe seit 2013 auf Grünflächen, an Straßenrändern, auf Sport- und Spielplätzen in der Stadt ausgebracht wurden - und zwar sowohl durch den Bauhof als auch von externen Dienstleistern. Auch nach der Verwendung andere Pflanzenschutzmittel fragen die Grünen. Und wollen wissen, welche Maßnahmen die Verwaltung ergriffen hat, um Pestizidmengen zu reduzieren, unter anderen durch den Einsatz nicht chemischer Methoden.

"Glyphosat ist sehr gefährlich. Wenn es hier eingesetzt wird, wollen wir für die nächste Ausschusssitzung einen Antrag vorbereiten, um das zu beenden", sagt Katharina Bunzel. So gebe es bereits Gemeinden in Schleswig-Holstein, unter anderem Wentorf, in denen Glyphosat durch politischen Beschluss verbannt worden sei.

Außerdem wollen die Grünen Informationen zur Kläranlage und zum Lauenburger Schwimmbad. "Bürger berichten, dass zeitweise Fäkalienteppiche auf der Elbe schwimmen", so Katharina Bunzel. Und unterhalb des Schwimmbades am Kuhgrund rieche es gelegentlich stark nach Chlor. Außerdem wollen die Grünen wissen, wie viele Bäume im öffentlichen Raum seit der Abschaffung der Baumschutzsatzung gefällt wurden und wie viele neu angepflanzt worden sind.

Die öffentliche Sitzung beginnt am Montag, 28. September, um 19 Uhr im Magistratssaal im Schloss, Amtsplatz 6. Weitere Themen: das Klimaschutzkonzept der Stadt und die Pflege der Grünflächen.