Lauenburg

Spannender Ausflug in Natur und Industriegeschichte

Petra Lepsien lädt zum Spaziergang "Hier brennt die Pappel"

"Hier brennt die Pappel" - mit diesem Motto bringt Petra Lepsien Lauenburgs Natur und Industriegeschichte zusammen. Denn in ihrer Heimatstadt wurden aus dem Holz der Pappel Zündhölzer hergestellt. Am Donnerstag, 7. Mai, lädt Petra Lepsien zu einem Rundgang ein, der zu markanten Punkten der 128-jährigen Lauenburger Zündholzgeschichte führt. Auch die letzten urwüchsigen Schwarzpappelbestände am Elbufer werden dabei besucht. "Ich habe 2014 meine Zertifizierung zur Natur- und Landschaftsführerin absolviert. Die Pappelführung war dabei meine Prüfungsarbeit", erzählt Petra Lepsien, die im Hauptberuf als Hotelfachfrau arbeitet. Auch im Elbschifffahrtsmuseum macht sie Führungen - "das interessiert mich einfach", sagt die Lauenburgerin. Zur früheren Fabrik der Deutschen Gesellschaft für Zündhölzer (DGZ) hat sie eine besondere Verbindung. So verbrachte ihr Vater Hans-Ludwig Freystatzky dort sein ganzes Berufsleben bis zur Schließung der Fabrik im Jahr 1987. Auch seine Frau Margarete lernte er dort kennen. "Und ich selbst habe noch bei einem Praktikum am Fließband gestanden", so Lepsien.

Die DGZ an der Reeperbahn war die größere der beiden Lauenburger Zündholzfabriken. "In den 20er-Jahren haben dort 760 Menschen gearbeitet", hat Petra Lepsien bei ihren Recherchen herausgefunden. Und auch auf ein Foto, das ihre Mutter in der Kantine zeigt, ist sie dabei gestoßen. In der GEG an der Elbe (heute Jugendherberge) arbeiteten 1920 nur 77 Beschäftigte.

Die zweieinhalbstündige Tour "Hier brennt die Pappel" startet um 17 Uhr am ZOB (Kosten 3 Euro, Anmeldung unter Telefon (0 41 53) 38 50). Weitere Führungen sind geplant - unter anderem ein literarischer Mondscheinspaziergang im Wald.