Lauenburg

Eine Baustelle, die glücklich macht

Erweiterung für die Albinus-Gemeinschaftsschule liegt voll im Zeit- und Kostenplan

Das Mauerwerk ist fast fertig, der Erweiterungsbau der Albinus-Gemeinschaftsschule bis auf wenige Lücken verklinkert. Auch drinnen sind die Arbeiten gut voran gegangen. "Wir sind mit dieser Baustelle sehr glücklich", sagt Reinhard Nieberg, Leiter des Stadtentwicklungsamtes. Wie Martina Wulf-Junge, die das Projekt im Stadtplanungsamt betreut, ist er fast täglich vor Ort. Denn immerhin verbaut die Stadt Lauenburg hier sechs Millionen Euro. "Und wir sind voll im Kosten- und Zeitplan", freut sich Martina Wulf-Junge.

Nach den Sommerferien kann der Erweiterungsbau wie geplant bezogen werden. Die neuen Räume werden dann dringend für die wachsende Schule gebraucht. Denn im vergangenen Jahr startete die Oberstufe, 2016 sollen in der Gemeinschaftsschule die ersten Schüler ihr Abitur machen.

"Besonders viel Wert wird bei der Erweiterung auf die moderne Medientechnik gelegt", erklärt Reinhard Nieberg. So gibt es die grünen Tafeln in den acht neuen Klassenräumen nicht mehr. Künftig beamt ein Computer Unterrichtsmaterialien auf ein "Visuboard", das aber mit einem Stift auch nach wie vor beschrieben werden kann. Natürlich gehört auch die Ausstattung mit W-Lan dazu, und in der Mediathek wird es neben Büchern Computerarbeitsplätze geben.

Elektroinstallateur Christian Bethien und sein Kollege Thoralf Myck von MVW Elektrotechnik schließen zurzeit die unzähligen Leitungen in einem Technikraum an. "Zu jedem einzelnen Computer muss eine Leitung führen", erklärt Bethien. Für Laien ein großes Wirrwarr, das an der Decke durch fast alle Räume führt. "Wir haben hier sechs Kilometer Kabel verlegt", weiß Martina Wulf-Junge.

Auch die Heizungsrohre und der Aufzug sind bereits installiert. In der kommenden Woche kann der Estrich geschüttet werden. "Wir beginnen damit im zweiten Obergeschoss, dann geht es unten weiter", erklärt die Architektin. Danach kommen noch die Maler und Bodenleger an die Reihe. Alle Wände werden - wie im alten Gebäude - weiß, der Fußboden in den Klassenräumen gelb, auf den Fluren grün und in der Mensa blau.

Denn auch die vorhandene Mensa bekommt eine Erweiterung, sodass hier künftig 150 Schüler Platz haben. Gegessen wird dann in zwei Schichten, denn die Mensa wird gut genutzt. Auch als Veranstaltungsraum soll sie künftig fungieren, bekommt darum ebenfalls eine Medienausstattung.

Rund 2000 Quadratmeter zusätzliche Fläche stehen in dem Anbau zur Verfügung. Für ihn war der alte Hauptschultrakt abgerissen worden. Obwohl Lauenburg als Konsolidierungsgemeinde keine großen Investitionen mehr tätigen darf, stemmt die Stadt die Erweiterung ohne Fördermittel. Weil die Schülerzahl wächst, stimmte das Land zu.