Tannenbaumfest

Punsch und Kakao waren die Renner

Lauenburg. "Ich war Dienstag schon hier und habe unseren Baum in aller Ruhe ausgesucht. Heute bin ich mit meiner Frau Karin gekommen, weil wir die Atmosphäre lieben und die krossen Kartoffelpuffer und die deftige Erbsensuppe bei uns das Mittagessen ersetzen."

Günter Geschke aus Lauenburg gehört zu den Stammgästen des Tannenbaumfestes, das unsere Zeitung und Landwirt Henning Reinstorf gestern zum 30. Mal auf dem Bauernhof an der Buchhorster Dorfstraße veranstalteten.

Eine wichtige Aufgabe kommt dabei auch dem Lauenburger Hans-Werner Hagen zu. Als "Marktschreier" preist er die Lose einer Tombola an, mit deren Erlös die Veranstalter zu Weihnachten eine verdiente Lauenburger Organisation überraschen werden. "Die Leute reißen mir die Lose aus der Hand, ich komme kaum zu einer Pause", verriet er bereits in der Mittagszeit.

Empfangen wurden die ersten Besucher mit Weihnachtsliedern. Aus Anlass des Jubiläums hatte unsere Zeitung ein zweistündiges Gastspiel des erst vor vier Jahren gegründeten Jugendorchesters im Feuerwehr-Musikzug Lauenburg-Süd organisiert. Dirigent Stefan Ehmer war mit den Interpretationen von "Jingle Bells" oder "Süßer die Glocken nie klingen" mehr als zufrieden: "Die spielen bald so professionell wie die Erwachsenen."

Wehmut schwang beim Besuch von Karl-Wilhelm, Renate und Dominic Hinsch mit: "Das ist unser letztes Weihnachtsfest in Deutschland, deshalb haben wir uns eine besonders schöne Nordmanntanne ausgesucht", erzählten sie. Im Januar wandert die Lauenburger Familie aus gesundheitlichen Gründen nach Mallorca aus.

Zufrieden waren die Kunsthandwerker, die ihre Waren - geschützt vor leichtem Nieselregen - in einer Scheune ausgebreitet hatten. Bei Kindern besonders beliebt waren Zinnfiguren - als Rohlinge oder kunstvoll bemalt. Auf Autodächern verschnürte Tannen waren gestern Beweis dafür, dass viele Besucher den "richtigen Baum" im großen Angebot gefunden hatten. In der von Regen und Tauwetter aufgeweichten Schonung standen "Selbstschläger" beim Gang durch die Baumreihen allerdings vor einer schwierigen Aufgabe. Wer noch nicht fündig geworden ist, muss sich nicht grämen: Bis zum Mittag des Heiligabend warten noch frisch geschlagene Weihnachtsbäume auf Käufer.