Weihnachtsmarkt

Neuer Standort findet viele Freunde

Lauenburg. Gelungene Premiere für den Lauenburger Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz: Nach 40 Jahren in der Elbstraße hatten die mehr als 60 Aussteller ihre Stände jetzt erstmals rund um das Schloss und den Schlossturm aufgebaut.

"Eine weise Entscheidung, den Markt zu verlegen", befand selbst der Weihnachtsmann, in Lauenburg wie gewohnt in Person von Peter Bitdinger. Er verteilte gemeinsam mit seinen beiden Engeln Juliane und Camilla Süßigkeiten an die kleinen Besucher.

"Wir werden den Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder hier auf dem Schlossplatz ausrichten", kündigte Rolf Storjohann von der Wirtschaftlichen Vereinigung Lauenburg (WVL) an. Innerhalb der WVL hatte es zu einem kleinen Zerwürfnis geführt, der Vorsitzende Heino Kruse gab sein Amt wegen der Standortentscheidung auf.

"Der Vorstand war sich aber bis auf diese Einzelmeinung einig", sagte Storjohann. Obwohl das Flair in der Elbstraße nicht ungemütlich war, wird es durch die besondere Lage am Schloss noch einmal deutlich getoppt. Nicht zuletzt wegen des lodernden Lagerfeuers unter der Regie der Lauenburger Feuerwehr und der Feuerkörbe, die als Anlaufpunkt für durchgefrorene Besucher geschätzt waren.

"Der Weihnachtsmarkt hat durch den neuen Standort sehr gewonnen, befand Gerd Iding aus Schwarzenbek, der als Knecht Ruprecht verkleidet wieder mit seinen Schafen zu Gast war. Auch Bürgermeister Andreas Thiede zeigte sich zufrieden. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Dafür gebührt den ehrenamtlichen Helfern mein Dank", sagte er. Selbst das Schloss und dessen Keller durfte die WVL mit in das Markttreiben einbeziehen: "Das war intern bei uns nicht ohne Diskussionen. Aber das Schloss gehört den Bürgern, da können wir es auch gerne öffnen", sagte Thiede. Und vom "Askanierblick" genossen viele Gäste den traumhaften Weitblick über die Elbe. Was fehlte, waren noch mehr Handwerker wie Hans-Joachim Bernecker, der Lederwaren verzierte.