Umzug

Stadtarchiv am neuen Standort eröffnet

Lauenburg. Das Stadtarchiv Lauenburg ist näher an seine Nutzer gerückt. Nach dem Umzug von der Elbstraße 2 in die neue Bleibe am Amtsplatz, der ehemaligen Touristeninformation, ist es ab sofort wieder jeden Montag von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.

In einem kleinen Lesesaal mit Blick auf den Schlossplatz können die Lauenburger dann in aller Ruhe alte Sterbe- und Heiratsurkunden, historische Zeitungen, Landkarten, Baupläne und Verwaltungsakten studieren.

In den letzten Monaten hatten der scheidende Stadtarchivar William Boehart und seine Nachfolgerin Anke Mührenberg jede Menge zu tun, um die über 6000 Dokumente in die neuen Räumlichkeiten einzusortieren. Im Gegensatz zum ehemaligen Standpunkt an der Elbstraße ist hier oben viel mehr Platz für die Dokumente. In einem kleinen Raum hinter dem Lesesaal werden Stadtchroniken, Sterbe-, Heirats- und Geburtsregister ab 1870 und historische Ausgaben der Lauenburgischen Landeszeitung aufbewahrt. In zwei Räumen im oberen Stockwerk liegen zum einen die historischen Verwaltungsarchive der Stadt, die teils bis in das 16 Jahrhundert zurückgehen. Hier kann man alles über städtische Grundstücksverkäufe, Bauten, politische Entscheidungen oder kommunale Schulden nachlesen. Im Nebenraum sind ganz verschiedene Dokumente untergebracht. Alles sind Sammlungen von Privatleuten oder Vereinen, die dem Archiv übergeben wurden, so zum Beispiel eine chronologische Zusammenstellung von Ereignissen an der Albinus-Mittelschule.

Genutzt wird das Archiv von Familien- und Heimatforschern aus Lauenburg, aber auch von Erbenermittlern und Gerichten, von Wissenschaftlern, der Presse und natürlich von der Verwaltung der Stadt.

Neben dem Mehr an Platz bietet der neue Standort am Amtsplatz noch viele weitere Vorteile. "Wir sind in direkter Nähe zum Rathaus. Das ist natürlich praktisch, wenn es darum geht, die Verwaltungsdokumente zu archivieren", sagte die neue Stadtarchivarin Anke Mührenberg bei der offiziellen Eröffnung des Archivs, bei der sie symbolisch die Schlüssel von William Boehart übernahm. Außerdem sei die Lage in Sachen Hochwasserschutz natürlich um einiges sicherer.

Anke Mührenberg, die sich ab sofort neben dem Stadtarchiv in Lauenburg auch um die Archive in Wentorf, Schwarzenbek und dem Amt Hohe Elbgeest (in Dassendorf) kümmert, will die 500 laufenden Meter Akten nun nach und nach digitalisieren. Jedoch vorerst nicht jedes einzelne Dokument. "Erst einmal werde ich mich darum kümmern, die Findbücher zu digitalisieren", so Mührenberg. Am Ende soll das so aussehen, dass man im Internet ein Suchwort eingeben kann und dann sieht, ob es das entsprechende Dokument gibt und in welchem Archiv es zu finden ist. Mit der Digitalisierung der Findbücher will Anke Mührenberg bereits im kommenden, spätestens im übernächsten Jahr fertig sein.

Die nächste Sprechstunde im Stadtarchiv Lauenburg ist am Montag, 3. Dezember, von 14 bis 17 Uhr. Informationen gibt das Archiv unter (0 41 53) 5 90 92 28.