Realistisches Szenario

Schwerer Unfall - Zum Glück war es nur eine Übung

Krüzen (tja). Lehrreiche Übung für Feuerwehr und Rettungsdienst am Sonnabend in Krüzen: Unter der Regie von Krüzens Wehrführer Thomas Netz trainierten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus der Region das Vorgehen nach einem schweren Unfall, an dem ein Linienbus und ein Auto beteiligt waren.

"Wir haben hier täglich Linienbusse im Amtsgebiet unterwegs, wir wollten deshalb schon immer einmal so eine Situation üben", erklärt Netz. Das war neu für die Feuerwehrleute - und so lief auch nicht alles reibungslos. Die Beobachtungen von Netz und Amtswehrführer Jürgen Ehlers (Buchhorst) sollen jetzt in eine Besprechung der Übung einfließen und so helfen, bei anderen Einsätzen aus den Erfahrungen zu lernen.

Gegen 10.15 Uhr gab es den Notruf: Auf der Landesstraße 158 (Juliusburger Landstraße) waren in Höhe der Alten Salzstraße nahe der Ortschaft Krüzen der Bus - den die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein mitsamt Fahrer zur Verfügung stellten - und ein Ford zusammengestoßen.

"Als Lage hatten wir einen Brand des Busses im Heckbereich, ein Feuer am Ford mit in dem Wagen eingeklemmten Insassen und zahlreiche Verletzte im Bus angenommen", berichtete Netz. Neben der FF Krüzen wurden auch die Wehren aus Schnakenbek, Juliusburg, Krukow und Lütau alarmiert, dazu die Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Schwarzenbek.

Das DRK stand für den Übungseinsatz unweit der Einsatzstelle in Bereitschaft und kam dadurch viel zu früh an, während die Feuerwehren regulär alarmiert wurden und eine entsprechende Anfahrtszeit hatten. Den am Unfall beteiligten Ford nahmen die Übenden zunächst gar nicht wahr, später nutzten sie erst nach Hinweisen von Netz ihre Ausrüstung aus, um den Wagen technisch zu zerlegen. "So eine Gelegenheit haben wir ja nicht oft", sagte Netz, deshalb ließ er alle Möglichkeiten trainieren. Auch der Einsatz von Schaummittel wurde geübt. Ein System, bei dem jeder Handgriff sitzen muss.

Nach zwei Stunden waren an der Unfallstelle - die in dem Bereich für den normalen Verkehr voll gesperrt war - alle Verletzten gerettet und versorgt.

"Unsere Beobachtungen erfordern eine Nachbesprechung. Nicht alles lief glatt."

Thomas Netz, Wehrführer in Krüzen und Einsatzleiter