Gymnasiale Oberstufe

Banges Warten auf ein positives Signal aus Kiel

Lauenburg (du). Der Rektor der Albinus-Gemeinschaftsschule, Heinz Hoffmann, fürchtet um die Realisierung der Sekundarstufe II an der einzigen weiterführenden Schule in Lauenburg.

In der Sitzung des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten, Jugend und Sport verwies er auf die immer noch ausstehende Entscheidung der Kieler Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos): "Wir, und vor allem auch die Eltern, brauchen Planungssicherheit." Die Hoffnung auf ein Abitur in Lauenburg ist groß. Bei Besuchen der SPD-Politiker Ralf Stegner und Thorsten Albig vor der Landtagswahl wurde zwar keine feste Zusage gemacht, aber beide Politiker waren durchaus zuversichtlich und billigten der Lauenburger gebundenen Ganztagsschule sehr gute Chancen auf eine gymnasiale Oberstufe zu.

Für Eltern von Fahrschülern war das offensichtlich ein Signal. "Es kommen bereits Schüler von den Gymnasien der umliegenden Städte zurück nach Lauenburg", berichtete Heinz Hoffmann.

Vor etwa sechs Wochen hat der Kreistag erklärt, dass alle Schulen, die eine Sekundarstufe II beantragt haben, unterstützt werden. Jetzt liegt es an Kiel, eine Entscheidung zu treffen. "Wir haben bereits zwei Mal an die neue Regierung geschrieben und auf die besondere Lauenburger Situation im Dreiländereck zwischen Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen hingewiesen. Bis jetzt sind wir allerdings immer auf das Jahresende vertröstet worden, weil sich das neue Ministerium erst einmal sortieren müsse", erläuterte Thomas Burmester, Leiter des Lauenburger Bürgeramtes, den Politikern. Er vermutet und baut darauf, dass es ein Gesamtkonzept für die Schulen des Landes gibt und die im Vorfeld gemachte Zusage, Ganztagsschulen bevorzugt zu behandeln, in diesem Konzept auch berücksichtigt wird.

Burmester machte allerdings auch deutlich, dass die Verwaltung ihre Hausaufgaben gemacht habe und immer wieder in Kiel auf der Matte steht. Ganz wichtig sei es jetzt, dass Lauenburgs politische Selbstverwaltung sich geschlossen zeigt. "Der momentane Status quo sollte nach der verlorenen Landtagswahl von den Stadtvertretern nicht für eine Abrechnung genutzt werden", mahnte der Amtsleiter Diplomatie an.