Juniorunternehmen

Praktische Rahmen als Geschäftsidee

Lauenburg (du). "Framewold" heißt eines von vielen Schülerunternehmen, die sich dieses Jahr im Wettstreit um das beste Juniorunternehmen beteiligen. Und das Unternehmen aus der Albinus-Gemeinschaftsschule hat gute Chancen, den Sieg zu holen.

Denn in der Vergangenheit haben die Lauenburger Schüler bei den Wettbewerben immer ganz vorn mitgemischt.

Noch aber ist es ein weiter Weg bis dahin. Die Idee der Albinus-Schüler: Sie bauen besondere Rahmen, an denen man Fotos genauso befestigen kann wie kleine Notizen. Das Grundkapital haben sich die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren mit dem Verkauf von 90 Aktien zum Preis von 10 Euro beschafft. "Bürgermeister Andreas Thiede und Bürgervorsteher Andreas Lojek waren die ersten Anteilkäufer.

Schmirgeln, schneiden und beizen

Jetzt müssen sich die Jugendlichen mächtig ins Zeug legen, damit die ihnen von einer Tischlerei überlassenen Holzleisten in die richtige Form gebracht werden. "Wir sind dabei, alles abzuschmirgeln, zuzuschneiden und zu beizen", erzählt der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Nico Heidemann (15). Jana Storjohann (14) von der Marketingabteilung ist zuversichtlich, dass ihr Produkt schnell Interessenten finden wird und die Aktien im Wert steigen. "Man kann unsere Rahmen für alles Mögliche nutzen. Wenn man etwa Tafelfolie einsetzt, hat man eine prima Fläche für kleine Notizen", wirbt sie.

Noch hält sich der Umsatz allerdings in Grenzen. "Ich danke, wir müssen an unserer Präsentation arbeiten", vermutet Stella Höltig (16). Das wollen die Schüler von "Frameworld" zum Beispiel beim Lauenburger Weihnachtsmarkt am Wochenende des 8. und 9. Dezembers tun. Dann wollen sie den Lauenburgern ihre Rahmen als Geschenkidee anbieten.

Chance, die Theorie in der Praxis zu erproben

Das Projekt Juniorunternehmen wird von der Investitionsbank Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Institut für Wirtschaft in Köln betreut. Im April und Mai wird in jedem Bundesland der Landeswettbewerb entschieden. Schülern soll dadurch die Chance gegeben werden, theoretisches Wissen in der Praxis zu erproben.

30 Lauenburger Schüler haben sich dieses Jahr für die 16 Plätze in dem Juniorunternehmen beworben. "Wir haben schließlich gelost, wer mitmachen darf. Es ist eine gute Mischung aus allen Klassen dabei herausgenommen", sagt Ingrid Bindzus, Patin von "Frameworld".