Raddampfer

Hoffen auf Geld und freiwillige Helfer

Lauenburg (bd). Die Crew des "Kaiser Wilhelm" hat den 112 Jahre alten Raddampfer in sein Winterquartier im Schutzhafen von Bleckede überführt und wartet jetzt gespannt auf ein positives Signal aus Berlin.

Dort entscheidet der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages morgen darüber, ob die in Lauenburg sehnlichst erwarteten 230 000 Euro aus dem Förderprogramm für Kulturdenkmäler für dringende Reparatur- und Sanierungsarbeiten am Veteranen bewilligt werden.

Ansonsten wäre nicht nur die Saison 2013 akut gefährdet, im schlimmsten Fall würde eine Ablehnung der Politiker das Aus für den Raddampfer bedeuten. Doch im Betreiberverein zur Förderung des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums bleibt man zuversichtlich und setzt auf die Aussage des Lauenburger CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann, der im Ausschuss sitzt und mit abstimmen wird. Er hatte im Oktober "gute Chancen" für die Bewilligung signalisiert.

Ungeachtet der noch ungeklärten Situation hat die Crew optimistisch mit der Planung der Sommersaison begonnen. Vor der Überführung nach Bleckede wurden alle Bänke, Tische und Kisten an Bord des Raddampfers demontiert und in einer Halle gelagert, die Jens Nowakowitsch vom Gewerbezentrum an der Reeperbahn bis April zur Verfügung gestellt hat. Für die notwendigen Reparatur- und Konservierungsarbeiten stellt der Bauhof eine beheizte Halle zur Verfügung, so dass auch im Winter gestrichen und lackiert werden kann. "Bisher mussten wir das im Frühjahr unter Zeitdruck mit immer weniger und immer älteren Vereinsmitgliedern erledigen", sagt Geschäftsführer Wilhelm Bischoff.

Er hofft, dass sich für diese Arbeiten Freiwillige mit handwerklichem Geschick finden, die helfen, das Mobiliar für die starke Beanspruchung durch Wind und Wetter fit zu machen. Wer dabei helfen möchte, kann sich unter wbconsult@t-online.de oder Telefon (0 41 53) 48 20 bei Wilhelm Bischoff melden.