Vandalismus

Unbekannte zerstörten mutwillig bunte Kunstpfähle

Lauenburg (pas). Sie wurden aus der Erde gerissen und mit Gewalt umgetreten. Die Kunstpfähle, die Schüler der Albinus-Gemeinschaftsschule im Rahmen eines Projektes gestaltet und in ganz Lauenburg aufgestellt hatten, sind wiederholt mutwillig beschädigt worden.

An der B 5, am Ortsausgang Lauenburg Richtung Geesthacht, hingen die bunten Pfähle gestern schief in der Erde oder langen ganz am Boden.

"Das ist wirklich sehr traurig. Wir sind entsetzt", sagte Heinz Hoffmann, Rektor der Albinus-Gmeinschaftsschule. Und er erzählt von den vielen positiven Rückmeldungen, die er, seine Kollegen und Schüler auf die Aktion bekommen haben. "Auch Menschen, die sonst gar nichts mit unserer Schule zu tun haben, riefen hier an und sagten, wie schön sie es finden, dass Lauenburg durch diese Pfähle nun viel bunter und freundlicher wirkt", so Hoffmann.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kunstpfähle Ziel von Vandalismus wurden. Seit August - so lange stehen die Kunstobjekte bereits in Lauenburg - ist das immer wieder passiert. "Wir haben alle paar Wochen Meldungen, dass irgendwo Pfähle herausgerissen wurden", sagt Ulf Clasen von der Polizei Lauenburg. Ausbaden muss das dann immer der Bauhof. 300 Pfähle hatte er im Sommer in der Stadt aufgestellt. Und damit begann die Arbeit: "Anfangs wurden jeden Tag irgendwo welche rausgerissen. Wir sind dann immer hin und haben sie wieder in die Erde gegraben", so Bauhof-Chef Gerhard Tarinowski. Nachdem danach einige Zeit relative Ruhe herrschte, mussten er und seine Kollegen in letzter Zeit wieder öfter raus und die "Kunstpfähle einbuddeln".

Kein Dauerzustand, denn diese Einsätze gehen ins Geld und binden Personal. "Das können wir auf Dauer nicht leisten", sagt Tarinowski. Deshalb ist jetzt Schluss damit. Die Pfähle, die aus der Erde gerissen wurden, sammelt der Bauhof künftig nur noch ein und lagert sie in einer Halle. "Schade", findet das Heinz Hoffmann.

Den Bauhof kann er verstehen, die Menschen, die die Kunstwerke seiner Schüle regelmäßig mutwillig zerstören, dagegen gar nicht. Nach und nach sollen im Laufe des Novembers nun aber alle Kunstpfähle abgebaut werden. "Wir planen dann eine Versteigerung für einem guten Zweck", so Hoffmann.