Reptilienschau

Das schaurig-schöne Gefühl, eine Schlange zu streicheln

Lauenburg(du). Die Begeisterung für Reptilien liegt bei Familie Maatz im Blut. Thomas Maatz hat sie von seinem Vater geerbt und nun auch an seinen Neffen Kalli Maatz und seine beiden Nichten Janina und Sandy Maatz weitergegeben.

"Ich kenne keine anderen Haustiere als Riesenschlangen oder Vogelspinnen. Wenn ich mich um unsere 300 Tiere kümmere, ist das genauso selbstverständlich als wenn ich ein Kätzchen versorgen würde", sagte die 19-jährige Janine Maatz.

Ihrer Schwester Sandy hat es vor allem der fünfjährige Leguan "Bertie" angetan: "Für mich ist er wie ein kleiner Hund. Er kommt auf meinen Arm gekrabbelt und holt sich Leckerlis", erzählt die 17-Jährige. Die drei Geschwister arbeiten in dem Familienbetrieb aus Hodenhagen. In den regelmäßigen Reptilienschauen zeigen sie die exotischen Tiere in überschaubaren, gepflegten Terrarien.

Einmal eine Schlange streicheln - für viele Kinder und auch Erwachsene ein einmalig schaurig-schönes Erlebnis. Cengiz Tas (19) aus Börnsen ist so begeistert von den Schlangen, dass er mit seiner dreijährigen Nichte Nisa Senoca diese Freude am Sonnabendvormittag im Lauenburger Mosaik unbedingt teilen wollte. Kalli Maatz nahm vorsichtig eine kleine Schlange aus ihrem Terrarium und überreichte sie für ein Erinnerungsfoto an den jungen Mann. Nichte Nisa war doch etwas vorsichtiger und duckte sich lieber schnell weg, als sie von der neugierig züngelnden Boa Constrictor namens "Lilly" näher in Augenschein genommen wurde. Die kleine, neun Monate alte Würgeschlange wird, wenn sie ausgewachsen ist, bis zu drei Meter lang und etwa 40 Jahre alt. "Ich hätte so gern eines dieser wunderschönen Tiere, habe aber leider nicht genügend Zeit", bedauerte Cengiz Taser.

Etwas skeptisch waren Petra und Christian Rempf, als ihr Sohn Moritz den Wunsch äußerte, sich eine Bartagame anzuschaffen. Schließlich ließen sie sich aber von dem 13-jährigen Reptilienfan überzeugen. "Die Ähnlichkeit mit einem Dinosaurier war wohl ausschlaggebend für den Wunsch von Moritz", vermutete Christian Rempf. "Meine Bartagame kommt zwar nicht wie ein Hund, wenn ich ihn rufe, nur wenn ich Futter bringe, ist er ganz fix da", erzählte Moritz stolz. Bei der Reptilienschau im Mosaik war er ganz in seinem Element und konnte seinen Eltern so manche interessanten Dinge über die Tiere erzählen.