Leserbrief: Wasser- und Schiffahrtsamt

"Ramsauers Pläne müssen geändert werden"

Betr.: "Viele Fragen und keine Antworten", Lauenburg-Seite vom 21. 8. 2012.

Stadt Lauenburg Elbe, Alte Schifferstadt am Strom...ohne Wasser- und Schiffahrtsamt?

Da sollten doch die Alarmglocken bei den politischen Entscheidungsträgern der Region laut schrillen! Denken wir nur an die Einsätze der Eisbrecherflotte, die dramatischen Stunden während der letzten Hochwasserlagen, die auch sicherheitsrelevanten Tun und Handeln der Mitarbeiter des WSA erforderten um größeren Schaden von Lauenburg und der Region abzuwenden, oder an die Dienstleistungen für die Berufsschifffahrt und die Wassersportler der Umgebung. Sollen all die Belange mit hohem lokalen Bezug aus der Ferne, z.B. Uelzen, Magdeburg oder Brandenburg, entschieden und erledigt werden? Das Lauenburger Amt ist eines der Größten, nicht was die Mitarbeiterzahl oder das Amtsgebäude, sondern was den Verwaltungsbereich von Waren an der Müritz bis zum Hamburger Hafen angeht, mit all seinen Bauwerken, Schleusen und Brücken. Gute Arbeit wurde von allen Seiten immer wieder bescheinigt, natürlich gibt es auch Kritiker. Optimierung und zukunftsorientierte Veränderung sind natürlich nötig und wünschenswert, ist aber die Zerschlagung einer funktionierenden Organisationseinheit das richtige Mittel? Herr Brackmann, unser Mann in Berlin, noch dazu im entscheidenden Haushaltsausschuss, der über diese Reform befindet, erkennen Sie die Dramatik der Lage für das WSA, für Lauenburg und die Region, nicht zuletzt für die Beschäftigten? Das Ministerium in Berlin hat im stillen Kämmerlein etwas ausgebrütet, was hier vor Ort nachher alle auslöffeln müssen. Viele Fragen tun sich auf, aber es werden keine ausreichenden Antworten von den Reformmachern gegeben. Unverbindliche Worte und unkonkrete Reformpläne sparen nichts, schaffen Unmut und helfen keinem. Die Beschäftigten, selbst die Leitung des Amtes, werden allein gelassen. Von den ca. 380 Beschäftigten sind nicht einmal 10 Prozent Beamte mit einem sicheren Arbeitsplatz. Alle sind verunsichert und haben Angst. Ramsauers Reformpläne müssen geändert werden! Sie ignorieren die besonderen Aufgaben dieses Amtes bei der Gefahrenabwehr, sowie seine Stellung als wichtiges Bindeglied zwischen Hamburger Hafen und westdeutschen Kanalnetz.Ich finde, unsere politischen Kräfte in Lauenburg und der Umgebung sind aufgerufen tätig zu werden, sich für den Erhalt des Wasser- und Schifffahrtsamtes einzusetzen.

Peter Stachowski, Lauenburg/Elbe

Mit Namen gekennzeichnete Leserbriefe müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen, die sich das Recht auf Kürzungen vorbehält.