Albinus-Gemeinschaftsschule

Positive Entwicklung auf dem Hasenberg

Lauenburg. Erstmals seit langer Zeit kann Heinz Hoffmann, Rektor der Albinus-Gemeinschaftsschule, bei der Planung eines Schuljahres aus dem Vollen schöpfen: "Das Bildungsministerium hat uns Planstellen für sieben beamtete Lehrer genehmigt.

Das ist eine fast sensationelle Entwicklung, nachdem uns in der Vergangenheit fast ausschließlich mit Jahresverträgen ausgestattete Pädagogen zugewiesen wurden", freut er sich über den Stellenwert, den die Schule in Kiel zu genießen scheint. Der Vorteil liegt für ihn auf der Hand: "Lehrer mit festen Planstellen bringen eine ganz andere Motivation mit als Kollegen mit Zeitverträgen, die nicht wissen, ob sie später übernommen werden und langfristig bei uns bleiben können. Profitieren werden unsere 660 Schüler." Darunter werden auch 103 Neulinge sein, die in vier fünften Klassen unterrichtet werden. Hoffmann: "Auch das ist eine positive Entwicklung. Für das vergangene Schuljahr hatten wir nur 80 Anmeldungen."

Auf positive Einstellung in Kiel hofft er deshalb auch bei der Erfüllung eines lang gehegten Lauenburger Wunsches - der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe. "Wir haben alle erforderlichen Unterlagen bei der Stadt eingereicht, die sie jetzt über den Kreis nach Kiel weiterleiten wird. Wir sind bereit, denn die Zeugniskonferenzen vor den Sommerferien haben gezeigt, dass viele unserer Schüler das Potenzial haben, in Lauenburg Abitur zu machen", berichtet Hoffmann. Sollte Kiel das "Okay" geben, und das gilt nach den flächendeckenden Plänen der neuen Landesregierung für die Schaffung der Sekundarstufe II als wahrscheinlich, könnten Hoffmann und das inzwischen 60-köpfige Kollegium 2014 damit starten, 11. Klassen auf die Reifeprüfung vorzubereiten.

Wenn sich die Pädagogen am Donnerstag zur ersten Dienstbesprechung treffen, werden sie neue Gesichter entdecken. Verstärkt wird das Kollegium durch Liane Albrecht (Mathe, Physik, Englisch), Wenke Litzenberger (Deutsch, Religion), Brigitte Pond (Englisch), die schon einmal an der Schule war und sich zurück beworben hat, Christina Scheil (Englisch, Sport), Janosch Siebenhaar (Deutsch, Geschichte), Anna-Maria Töllner (Deutsch, Wirtschaft und Politik) und Annika Otto (Heimat- und Sachkunde, Wirtschaft und Politik). Dazu kommen auch die mit einem Jahresvertrag ausgestattete Britta Schulz (Deutsch, Sport) sowie die Lehramtsanwärterinnen Jasmin Wilckens und Iryna Gilk. Hoffmann: "Eine perfekte Personalausstattung." Abschied nehmen müssen die Kollegen in der ersten Konferenz von Wiebke Blank, die vielen ehemaligen Albinusschülern besser unter ihrem Mädchennamen Hasanein in Erinnerung sein dürfte. Genesen von den Folgen eines schweren Autounfalls, ist sie nach mehr als 40 Jahren Schuldienst auf dem Hasenberg mit Wirkung vom 31. Juli pensioniert worden.

Hoffmanns Antwort auf die Frage, welche Probleme ihn vor Schulbeginn plagen, kommt prompt: "Raumnot". Fünf Klassen müssen in den ehemaligen Hauptschultrakt ausweichen, dessen Modernisierung erst für das Jahr 2014 geplant ist.