Preis

Worlée setzt auf Regenwasser

Lauenburg (tja). Das Chemiewerk Worlée in Lauenburg ist mit dem "Responsible Care"-Preis des Verbands der Chemischen Industrie ausgezeichnet worden.

Zum diesjährigen Wettbewerbsthema "Ressourcen-Effizienz" hatte das Unternehmen mit einem Projekt zur Einsparung von Trinkwasser die Jury überzeugt.

Worlée benötigt Kühlwasser zur Kühlung von Produktionsprozessen und Lagertanks. Diese Kühlung wird durch zwei Kühlturmsysteme mit teilentsalztem Wasser sichergestellt. Dazu wird Regenwasser nachgefüllt, das über Dachflächen und aus vorhandenen Auffangwannen bezogen wird. Zusätzlich zur Trinkwassereinsparung hat der Regen noch den Vorteil, dass das Wasser "weich" ist, es muss also nicht zusätzlich entsalzt werden. Auch sonst sind keine Vorbehandlungen erforderlich.

"Seit Start dieses Projekts konnten wir den Trinkwasserverbrauch um rund 1776 Kubikmeter pro Jahr verringern. Gleichzeitig fallen 761 Kubikmeter weniger Abwasser an, und der Chemikalienverbrauch, insbesondere zur Entsalzung, konnte deutlich verringert werden", erklärt Jan Eschke, Energie- und Umweltmanager bei Worlée im Werk in Lauenburg: "Die Amortisationszeit des Projektes betrug nicht einmal ein halbes Jahr."

Für die Jury des Verbandes um Ralf Becker, Landesbezirksleiter der Gewerkschaft, Dr. Heike Buschhorn vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, Dirk Jepsen, Geschäftsführer des Instituts für Ökologie und Politik, Dr. Thomas Jostmann, der Evonik Degussa GmbH, und Renate Polster, der stellvertretenden Vorsitzenden des Verbands der Chemischen Industrie, ist dies ein Projekt, um die wertvolle Ressource Trinkwasser effizient zu nutzen. Worlée-Chemie habe mit diesem Projekt einen hervorragend Ansatz gefunden, die Ressourcen-Effizienz weiter zu erhöhen, heißt es in der Begründung der Jury.

Mit dem "Responsible Care"-Preis der chemischen Industrie werden einmal jährlich über die gesetzlichen Vorgaben weit hinaus gehende betriebliche Leistungen zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt ausgezeichnet. Worlée macht rund 120 Millionen Euro Jahresumsatz und hat in Lauenburg 240 Mitarbeiter. Sie stellen Rohstoffe für die Lack- und Farbenindustrie auf konventioneller und auf Wasserbasis her.