Politik

Sie sind jung und wollen mitbestimmen

Büchen (pas). Die Junge Union plant die Gründung eines Amtsverbandes Büchen. Am Dienstag, 26. Juni, wollen sich die CDU-Nachwuchspolitiker mit allen Interessierten in Ohlrogges Gasthof an der Lauenburger Straße 28 zur Informations- und Gründungsveranstaltung treffen.

Initiiert wurde die Gründung von Henning Lüneburg, der bereits auf Kreisebene in der Jungen Union aktiv ist. "Ich will selbst entscheiden und nicht nur die Entscheidungen anderer tragen", sagt der 19-Jährige, der gerade sein Abitur gemacht hat und nun bei der Kreissparkasse arbeiten wird. Die wichtigsten Themen, die er angehen möchte, sind die Solarenergie und die Haushaltskonsolidierung. "Die müssen wir allein schon wegen der Generationengerechtigkeit hinkriegen", so Lüneburg. Auch für eine gymnasiale Oberstufe in Büchen will er sich stark machen.

Markus Räth, Fraktionsvorsitzender der CDU Büchen, unterstützt das Vorhaben, eine Junge Union zu gründen. "Es ist wichtig, dass wir politisch interessierten Nachwuchs bekommen", sagt er. Der Altersdurchschnitt bei der CDU Büchen liege mit etwa 60 Jahren sogar noch relativ niedrig. "In vielen kleinen Dörfern ist er deutlich höher", beobachtet Räth, der 48 Jahre alt und seit 1993 in der Politik aktiv ist. Junge Menschen seien zwar politisch interessiert. "Aber sie möchten sich meist nicht auf eine Partei festlegen", so Räths Beobachtung.

Kein Wunder, denn Kommunalpolitik ist ein hartes Geschäft, in dem man vor allem eines braucht: "Durchhaltevermögen", sagt Markus Räth. Auf schnelle Erfolge dürfe man nicht hoffen. "Stattdessen muss man stetig dabeibleiben und es auch mal ertragen können, wenn man scheitert", so Räth. Gerade im Moment sei Kommunalpolitik kein wirklicher Spaß. "Es ist ja kaum Geld da, wir können also keine freiwilligen Projekte wie Spiel- oder Sportplätze angehen und müssen nur die Pflichtaufgaben erfüllen."

Umso mehr freut er sich, dass die Junge Union des Amtes Büchen, zu dem 16 Gemeinden zählen, bald den Jusos Konkurrenz machen wird. Und Räth hofft darauf, dass die Junge Union auch der CDU neue Impulse geben wird. "Wir Älteren haben einen anderen Blick auf viele Dinge und sind dankbar für neue Ideen. Gleichzeitig können wir den jungen Kollegen Tipps geben, was sich realisieren lässt und was eher nicht", sagt er.

Eine erste Neuerung führen die Gründungsmitglieder der Jungen Union gleich bei ihrer Gründungsveranstaltung ein. Diese wird nämlich getwittert und bei Facebook online gestellt.