Löscheinsatz

Historisches Holzhaus wurde Opfer der Flammen

Witzeeze (tja). Da staunten die Schaulustigen gestern in den frühen Morgenstunden in Witzeeze nicht schlecht: "Berufsfeuerwehr Köln" stand auf der Drehleiter, mit der die Feuerwehrleute zum Löschen eines Großbrandes anrückten.

"Das ist ein Reservefahrzeug. Weil unsere eigene Drehleiter gerade zur Reparatur ist, hat man uns dort diese in Köln ausgemusterte Leiter, auf der noch die frühere Beschriftung zu sehen ist, geliehen", klärte Jan Piossek, Zugführer der Feuerwehr Schwarzenbek auf. Und so sah es aus, als würde gut 500 Kilometer nördlich von "Kölle" selbst die Kölner Berufsfeuerwehr beim Großbrand des Holzhauses mit im Einsatz sein.

Tatsächlich waren nach dem Notruf gegen 3 Uhr Feuerwehrleute aus Witzeeze, Büchen, Dalldorf und Schulendorf am Mühlenkamp angerückt. 20 Minuten später gab es auch Alarm für Schwarzenbeks Feuerwehr, weil eine Drehleiter benötigt wurde. Zu dem Zeitpunkt loderten im Dachstuhl Flammen, die meterhoch aus dem First in den Himmel reichten.

Die Bewohner konnten sich zwar unverletzt selbst in Sicherheit bringen, mussten vom Rettungsdienst aufgrund eines Schocks behandelt werden. In der Zwischenzeit ging ihr Holzhaus mit dem markanten Kapitänsgiebel in Flammen auf. Geschätzter Schaden: etwa 150 000 Euro. "Als wir nach dem Alarm am Einsatzort waren, brannte an der Rückseite des Hauses zunächst nur ein Teil der hölzernen Fassade", berichtete Einsatzleiter Torsten Lange. Möglicherweise war auf einem Tisch, der unter der Terrassenüberdachung an der Fassade stand, etwas in Brand geraten. Das Feuer fraß sich an der Fassade hoch und drang dann in den Dachüberstand ein.

Lange: "Kurz darauf sind die Flammen dann aus dem Dachstuhl geschlagen." Mit fünf Strahlrohren bekämpften die 40 Feuerwehrleute bis gegen 6 Uhr den Großbrand. Zeitweise musste das Löschwasser von den Feuerwehrleuten aus zwei Hydranten und einem Teich zur Brandstelle gepumpt werden. Dadurch kam es an der L 200 zu leichten Behinderungen.