Innenstadt

Schnell mal runter zu Oma auf eine Tasse Kakao

Lauenburg. Die Grobplanungen sind abgeschlossen und der Bauantrag ist eingereicht. Wolf Buchholz ist seiner Vision ein gutes Stück näher gekommen.

Der Kieler Unternehmensentwickler war im vergangenen Jahr mit seiner Idee von einer modernen Wohnanlage in Innenstadtlage bei der Stadtverwaltung offene Türen eingerannt. Das Gelände der ehemaligen Baufirma Schmidt am Weingarten würde sich hervorragend dafür eignen, argumentierte er damals und überzeugte damit auch die Eigentümerfamilie.

Jetzt sind die Pläne konkreter. Drei Gebäude mit insgesamt 18 Eigentumswohnungen sollen auf dem Gelände entstehen. "Das Angebot richtet sich an Senioren und auch Familien, die direkt in der Innenstadt siedeln möchten, ohne dabei auf Ruhe und ein offenes Umfeld verzichten zu müssen", so der Unternehmer. Die individuelle Wohnungsgestaltung sei dabei besonders für das Zusammenleben von Generationen geeignet.

Und tatsächlich: Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile, wenn Oma, Opa, Kinder und Enkel unter einem Dach wohnen. Schließlich sind die Kinder nie ohne Aufsicht und die Großeltern müssen sich nicht mehr mit schweren Einkaufstaschen plagen. Was viele trotzdem davon abhält: Wenn mehrere Generationen auf kleinsten Raum zusammenleben, kann das auch zu Konflikten führen: Sei es, dass der Enkel zu laute und vor allem die falsche Musik hört, oder dass Oma schon wieder den Küchenschrank umgeräumt hat.

Interessenten an dem Lauenburger Projekt müssen diese Störung des Familienfriedens nicht fürchten. Alle Wohnungen in der Größe zwischen 50 und 100 Quadratmeter sind in sich abgeschlossen und haben natürlich auch einen separaten Eingang. Je nach Bedarf können zwei oder mehr Einheiten zusammengefasst und so den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. "Auch Wohngemeinschaften von Senioren sind denkbar", stellt sich Buchholz vor. Der 67-jährige Geschäftsmann hat in seinem Berufsleben schon einige Projekte auf die Beine gestellt, aber die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Lauenburg hat ihn überrascht: "Die Mitarbeiter des Stadtentwicklungsamtes engagieren sich sehr für das Projekt und haben zugesagt, dass auch die Wiederherstellung der Zufahrt zum Gelände über die Fischerkoppel unkompliziert realisiert wird.

Nur einen Steinwurf entfernt vom geplanten Wohnpark am Weingarten plant Lauenburgs Investor Rainer Staneck einen barrierefreien Wohnpark (wir berichteten). Sorge, dass durch die neuen Pläne Konkurrenz entsteht, hat Staneck nicht, im Gegenteil: "Der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum wird künftig noch größer. Außerdem könnten die Bewohner vom Weingarten bei Bedarf auch unsere Betreuungsangebote nutzen", könnte er sich vorstellen.

Für Buchholz und sein Planungsteam geht es nun in die heiße Phase. "Sobald der Kreis die Baugenehmigung erteilt hat, geht es an die Feinplanung. Wir rechnen damit, dass das im Mai so weit sein wird." Dann sollen auch die ersten Interessenten für das Projekt gewonnen werden. Wer darauf nicht warten und schon jetzt weitere Informationen über den geplanten Wohnpark haben möchte, kann sich mit Wolf Buchholz unter (04 31) 26 09 00 77 in Verbindung setzen.