Feuerwehr

Neuer Chef für Schnakenbeks Retter

Schnakenbek (wl). Mehr als drei Monate hatten die Feuerwehrleute keinen Chef, wurden kommissarisch vom stellvertretenden Wehrführer Gerhard Bielenberg geführt. Jetzt wurde er zum neuen Wehrführer gewählt und muss sich nun einen neuen Stellvertreter suchen.

Nachdem Ende des vergangenen Jahres der bisherige Wehrführer Hartmut Dieterich vorzeitig zurückgetreten war, sollte im Januar eigentlich ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Doch die Sitzung endete in einem Fiasko: Ein Bewerber erschien erst gar nicht und der zweite Kandidat erhielt in zwei Wahlgängen nicht die erforderliche Mehrheit. Der Hauptbrandmeister erfüllte zwar alle Voraussetzungen, lebt aber erst seit zwei Jahren im Dorf.

Jetzt stellte sich der bisherige stellvertretende Gemeindewehrführer, Gerhard Bielenberg, als Kandidat zur Verfügung. Gleich vier auf seinen Namen lautende Wahlvorschläge waren zuvor bei Bürgermeister Christian Pehmöller eingegangen. Und so war die Wahl auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung nur noch reine Formsache. Zu den ersten Gratulanten zählten neben Bürgermeister Pehmöller auch Kreiswehrführer Michael Raddatz, Amtswehrführer Jürgen Ehlers und dessen Stellvertreter Thomas Netz.

Demnächst werden die Schnakenbeker Feuerwehrkameraden jedoch erneut zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung antreten müssen, da nun der Posten des stellvertretenden Wehrführers zu besetzen ist. Zur vorherigen missglückten Wehrführerwahl sagte der Kreiswehrführer Michael Raddatz: "Das ist Demokratie."

In seinen Grußworten ging Raddatz auch auf die geplante Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union ein. Die EU-Kommission plant im Rahmen einer Arbeitszeitrichtlinie die Einsatzzeiten der Feuerwehr zu kürzen, wenn ein Mitglied der Feuerwehr aus beruflichen Gründen bereits sein Stundensoll erreicht hat (wir berichteten). Kreiswehrführer Michael Raddatz hofft nun, dass es bis Jahresende zu einer Regelung zugunsten der Freiwilligen Feuerwehren kommen wird.