Feuerwehr

Lauenburger Fachmann leitet den Löschzug Gefahrengut

Lauenburg (tja). Ein Feuerwehrmann aus Lauenburg steht künftig an der Spitze des Löschzuges Gefahrgut (LZG) des Kreisfeuerwehrverbandes: Marko Fischer. Der 37-Jährige wurde von Kreiswehrführer Michael Raddatz ernannt und zum Hauptbrandmeister befördert.

"Marko hat im Kreis eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, aber das Thema Gefahrgut ist ja auch genau sein Metier", sagt Lauenburgs Wehrführer Thomas Burmester.

"Für mich ist der LZG eine Herzenssache", sagt Fischer. Schon seit 13 Jahren engagiert er sich in der Fachgruppe des Kreisfeuerwehrverbandes, zuletzt war er sechs Jahre Zugführer seiner Heimatwehr, in der er seit 25 Jahren aktiv ist.

Kreisweit haben 140 der insgesamt 5000 Feuerwehrleute die Zusatzausbildung, um im Löschzug Gefahrgut mitarbeiten zu können. "Kommt es auf einer der Straßen im Kreis, in einer der Firmen oder irgendwo anders zu einem Zwischenfall, bei dem gefährlichen Säuren oder andere Stoffe austreten, dann wird der LZG gerufen", erklärt Fischer. Das Einsatzgebiet erstreckt sich daher auch von Lauenburg ganz im Süden bis hoch zu einem Teilabschnitt der Autobahn 20 im Norden. Im Ernstfall rücken dann die Spezialisten, unter anderem aus Lauenburg, Geesthacht, Schwarzenbek und Büchen, aus, um die am Einsatzort zuständige Feuerwehr zu unterstützen.

In der Elmenhorster Kreisfeuerwehrzentrale stehen dafür unter anderem ein Gerätewagen und ein Messfahrzeug mit Spezialbeladung zur Verfügung. "Gerade bei den Erkundungsfahrzeugen, die es auch bei den Feuerwehren hier in Lauenburg, in Schwarzenbek und in Mölln gibt, muss dringend Ersatz her", mahnt Fischer eine Investition an. Die Fahrzeuge, die Messgeräte und Schutzanzüge sowie weitere Ausrüstungsgegenstände an Bord haben, haben bereits mehr als 20 Jahre auf dem Buckel.

Die Spezialisten des LZG treffen sich regelmäßig zu Übungen, um sich auf alle möglichen Einsatzszenarien vorzubereiten. "Ich bin eher der Praktiker und setze darauf, dass unsere Fachgruppen direkt im Rahmen von praktischen Übungen trainieren", sagt Fischer. Im Lauenburger Chemiewerk Worlée beispielsweise hat er einen Messdienst für die Erkunder vorbereitet.