Zukunftswerkstatt

Auf der Suche nach Ideen für die Oberstadt

Lauenburg. Die Verkehrskonferenz am 11. Januar brachte zur Enttäuschung der gut 200 Bürger keine Lösungsvorschläge für die Lauenburger Probleme mit dem Schwerlastverkehr. Im Gegenteil:

Die stereotypen Wiederholungen der Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang (CDU) aus dem Verkehrsministerium, die den Lauenburger Wunsch nach einer Sperrung der Hafenstraße rigoros ablehnte, aber keine neuen Lösungsansätze präsentierte, sorgten für lautstarke Unmutsäußerungen in einer äußerst turbulenten Veranstaltung. Sie veranlassten Bürgervorsteher Andreas Lojek (CDU) zu einem Beschwerdebrief an Zieschangs Chef, Verkehrsminister Jost de Jaget (CDU). Die Antwort steht noch aus.

"Lassen Sie uns Lauenburg gemeinsam Schritt für Schritt voranbringen, Pluspunkte entwickeln und damit Zeichen setzen." Bürgermeister Andreas Thiede

Ungeachtet der schlechten Erfahrungen der Bürger aus dem Januar startet die Stadtverwaltung am kommenden Freitag ihre Veranstaltungsreihe "Zukunftswerkstatt", will dort zusammen mit der Bevölkerung "Pluspunkte für Lauenburg gestalten". Von 18 Uhr an werden in der Heinrich-Osterwold-Halle an der Elbstraße 145 Vorschläge für eine liebens- und lebenswerte Gestaltung der Oberstadt gesammelt. "Wir brauchen die Mitwirkung und das Engagement der Bürger, um Konzepte, Strategien, Projekte und Maßnahmen umsetzen zu können", wirbt Bürgermeister Andreas Thiede für eine rege Beteiligung.

Auch die Werkstatt Oberstadt wird - wie schon die Verkehrskonferenz - von Katrin Fahrenkrug vom Institut Raum & Energie aus Wedel moderiert. Sie wird nach der Begrüßung der Besucher durch Thiede die Ziele und die geplante Vorgehensweise der Veranstaltungsreihe, die mit anderen Schwerpunktthemen fortgesetzt werden soll, erläutern.

Um 18.20 Uhr geht es dann zur Sache: Professor Dr. Engelbert Lütke, ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, stellt den Bürgern das Städtebauförderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" vor und lotet Ideen für Lauenburger Chancen aus, die dann in einer viertelstündigen Diskussion, so die Programmplanung, vertieft werden können. Über bisherige Erfahrungen mit dem Programm berichtet dann der Praktiker Holger Pietschmann.

Von 19.30 Uhr an haben die Teilnehmer der Werkstatt dann 45 Minuten lang Gelegenheit, ihre Wünsche an die künftige Entwicklung der Oberstadt auf sechs Plakattafeln zu dokumentieren. Themen sind:

* Lebens- und liebenswerter Wohnstandort;

* Stadtentwicklung und Verkehr;

* Kultur, Bildung und Soziales;

* Wirtschafts- und Einkaufsstandort;

* Stadtidentität - Verbindung von Ober- und Unterstadt;

* Angebote für Jung und Alt.

Nach einer 15-minütigen Pause, in der die Wünsche ausgewertet werden sollen, folgen dann die Kurzvorstellung der zentralen Ergebnisse und Schlussfolgerungen für das weitere Vorgehen.