Karnevalsumzug

Erst beim Glühwein tauten die Jecken so richtig auf

Schnakenbek (tja). Da waren sie plötzlich wieder überall in Schnakenbek zu sehen: Die Narren des Schnakenbeker Carnevalsvereins, die pünktlich zur Mittagszeit durch das Dorf zogen, um am Heidelbeerhof Pehmöller zum traditionellen Umzug aufzumarschieren.

Aber: An Aschermittwoch ist die fünfte Jahreszeit schon wieder vorbei - auch in Schnakenbek. "Wir feiern den Saisonabschluss intern am Freitag noch mit einem Fischessen, dann ist es wieder vorbei mit unserer Session", sagte Gerd Manfred Schmidt, der Vorsitzende des Vereins.

Doch vorerst gab es gestern Mittag einen weiteren Höhepunkt der Saison in Schnakenbek. Die Jecken zogen mit ihren Festwagen und von zwei Musikzügen begleitet durch das Dorf. Das Männerballett war ebenso dabei wie der Elferrat und das 11. Regiment. Die Tänzerinnen der Funkengarde hatten diesmal auf ihre üblichen Tanzkleider verzichtet und sich - verkleidet und gegen die Kälte geschützt - unter die Feiernden gemischt.

Von Traktoren, von Ladeflächen der Lastwagen und von Anhängern aus warfen die Mitglieder des Carnevalsvereins begeistert und mit lautstarkem Alaaf Bonbons und Popcorn in die Menge der am Straßenrand stehenden Zuschauer. Die Route führte vom Heidelbeerhof einmal durchs Dorf zum Sportplatz, wo es zum Aufwärmen heißen Glühwein gab. Vermutlich aufgrund des kalten Wetters waren in diesem Jahr weniger Jecken und weniger Zuschauer auf den Beinen.