Leserbriefe: Verkehrskonferenz

"Schutz der Bürger wurde nicht einmal erwähnt"

Betr.: "Das war nichts als heiße Luft", Lauenburg-Seite vom 13. 1. 2012

Ich war bei der Verkehrskonferenz am 11.1. 2012 dabei. Die Ausführungen der Frau Dr. Zischang waren ein einziges Plädoyer für die Belange des Transportgewerbes. Der grundrechtlich garantierte Schutz der Bürger vor den Auswirkungen des Verkehrs wurde von ihr nicht einmal marginal erwähnt. Auch diese Veranstaltung hat den Bürgern nur einmal mehr demonstriert, wie stark die gesamte Gesetzgebung durch gewinnorientierte Interessengruppen dominiert wird.

Lärmkataster, Aktionsplan und dessen Umsetzung erst in Jahren, warum? Herr Popp, der Lärm-Sachverständige, hat eindrucksvoll dargelegt, welch massive Gesundheitsschädigungen die ständigen, erheblichen Grenzwertüberschreitungen zur Folge haben. Diese ständigen Grenzwertüberschreitungen sind, speziell in der Hafenstraße, schon jetzt ausreichend dokumentiert. Weiterhin hat der Sachverständige erläutert, dass die signifikanteste Reduzierung des Verkehrslärms durch die Reduzierung des Lkw-Anteils erreicht werden kann.

Deshalb: Sperrung des Transitverkehrs durch die Hafenstraße für Lkw ab 7,5 to. zGG und Nachtfahrverbot für Lkw ab 3,5 to.

Martin H.H. Janßen, 21481 Lauenburg