Senioren-Beiratswahl

Sie sind das Sprachrohr der Älteren

Oststeinbek (mos). Ein nahezu unverändertes Team wird als neu gewählter Seniorenbeirat der Gemeinde am 9. April die Arbeit aufnehmen.

Einziges neues Mitglied ist Christel Adebar, die auf die viertgrößte Zahl der Stimmen kam. Die frühere Büchereileiterin versprach, sie werde sich für den Erhalt der von Einsparungen bedrohten Büchereien starkmachen. Ursel Borstelmann verfehlte knapp ihre dritte Amtszeit, und auch die beiden neuen Bewerber Reinhold Frohns und Wolfgang Homann schafften es nicht in den Beirat, stehen jetzt aber auf der Nachrückerliste.

Enttäuschend war die Wahlbeteiligung. Von knapp 3000 Oststeinbeker Senioren nutzten nur 89 ihr Wahlrecht. 23 wählten per Brief, 66 gaben ihre Stimme persönlich bei der Wahlversammlung am Donnerstag ab. Für Hans-Ulrich Moll, der als Bürgervorsteher 1990 den ersten Seniorenbeirat auf den Weg brachte und mit Ehefrau Gabriele persönlich zur Stimmabgabe kam, ist die geringe Wahlbeteiligung ein Unding: "Die Beiräte sind wichtig, damit die Vorstellungen der Älteren und der Jungen in der Gemeindevertretung ankommen."

Den amtierenden Vorsitzenden Dieter Schlenz freut das Ergebnis trotzdem. "Ich bin noch nie gewählt worden, bisher wurden wir nur von der Gemeindevertretung bestätigt. Ich freue mich über die positive Resonanz", sagte Schlenz, der die meisten Stimmen (59) erhielt und jetzt in die vierte Amtszeit startet.

Er sieht den Kurs des Beirats in Sachen Seniorenwohnen bestätigt. "Wir haben ja teils sehr kontrovers mit der Politik diskutiert, das war offensichtlich richtig." Bürgermeister Jürgen Hettwer gratulierte: "Ich freue mich, dass es wieder ein Gremium gibt, das mich antreibt, Seniorenwohnungen zu schaffen."