Rathaus

Heimatgeschichte auf unzähligen Regalmetern

Glinde (aha). Alte Landkarten, vergilbte Fotos, Akten über politische Entscheidungen, Zeitungsausschnitte - all das lagert auf unzähligen Regalmetern in den Archiven der Kommunen. Doch längst nicht alles wird gesammelt.

Nach welchen Kriterien Zeugnisse für die Nachwelt aufbewahrt werden, zeigt eine Wanderausstellung über die 17 Stormarner Archive, die bis Ende Oktober im Glinder Rathaus zu sehen ist.

Der Besucher erfährt außerdem, welche Archive es gibt, wo man sie findet und was sie bieten. "In Glinde hat vor allem die Industrie- und Gewerbegeschichte eine Rolle gespielt", sagt Gemeindearchivar Dr. Carsten Walczok. "Das versuche ich in meiner Arbeit herauszustellen."

Als Archivar muss sich Walczok aber auch mit ganz anderen Problemen herumschlagen. Ebenso wie alle anderen Kollegen im Kreis.

Fördermittel akquirieren

Deshalb treffen sich am Mittwoch etwa 25 Archivare aus Schleswig-Holstein im Glinder Rathaus zu einer Tagung. Sie sprechen über das, was sie aktuell am meisten beschäftigt: Etwa wie sie Fördermittel akquirieren, um Archivalien wie Fotos oder Kartenmaterial zu restaurieren.

Nach zehn Jahren Archivgemeinschaften im Kreis wollen die Experten eine Bilanz ziehen und gemeinsam über Verbesserungen nachdenken. Die gemeindeübergreifende Arbeit soll noch intensiver werden, damit zum Beispiel nicht jede Kommune fünf verschiedene Zeitungen sammeln muss.

Im Vergleich zu anderen Archiven im Kreis ist das in Glinde relativ jung. Erst 1985 wurden die Akten, die seit 1947 mehr oder weniger wahllos gesammelt wurden, gesichtet und katalogisiert.