Einstand

Neue Impulse für die Stadtplanung

Glinde (aha). Verena Wilmes hat die Seite gewechselt. Die projektbezogene Arbeit in verschiedenen Planungsbüros hat sie gegen ein Büro im Rathaus eingetauscht. Seit Anfang September ist die 30-Jährige für das Sachgebiet Stadtplanung tätig.

Statt wie früher kommunalen Verwaltungen zuzuarbeiten, wird Wilmes künftig selbst diejenige sein, die Impulse für die Stadtplanung setzt. "Ich finde es spannend, im öffentlichen Dienst in einer Verwaltung tätig zu sein. Ich möchte mitgestalten und freue mich darauf, mit der Politik zusammenzuarbeiten", sagt sie.

Bevor es um wichtige, städtebauliche Entscheidungen geht, will die junge Frau aus dem Münsterland ihre Stadt richtig kennenlernen. "Ich muss erst mal einen Eindruck bekommen." Als Stadtplanerin betrachtet sie Glinde mit anderen Augen. "Ich achte bewusst auf die Aufenthaltsqualität, darauf, ob es viele Bäume und Sitzmöglichkeiten gibt. Und wie die vorhandene Bebauung zusammenwirkt." Bisher hat sie sich das einstige Depot und das Mühlencenter angeschaut. Im Gespräch mit Kollegen und aus den dicken Ordnern, die ihre Vorgängerin Jutta Kricheldorff im Frühjahr zurückgelassen hat, verschafft sie sich einen Überblick darüber, wie bestimmte Projekte entstanden sind. Über dem Schreibtisch hängt eine Übersicht aller B-Pläne der Stadt.

Bebauungs- und Flächennutzungspläne haben Wilmes schon als Schülerin interessiert. Im Erdkunde-Leistungskurs kam sie das erste Mal mit der Stadtplanung in Berührung: "Das Schöne ist, dass sie ein Thema von verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet." Verena Wilmes studierte in Dortmund Raumplanung und beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit damit, wie man die Essener Innenstadt verbessern kann, vor allem im Hinblick auf den Einzelhandel. "Man muss Verkehr, Umwelt und soziale Aspekte beachten."