Neubau

Grundriss für Kita in Ypsilon-Form

Oststeinbek (aha). Hell soll die neue Kita sein, viel Platz zum Toben, Entdecken, Verstecken haben und spätestens bis August 2013 fertig sein. Das Gebäude soll zwischen Walter-Ruckert-Sporthalle und der Tennishalle am Meessen entstehen und 120 Kindern Platz bieten.

Der Vorentwurf der Architektin Mona B. Walkenhorst kommt bei Oststeinbeks Politiker gut an: Der Grundriss des Kita-Gebäudes hat die Form eines Ypsilons. Dies ermöglicht, in dem 1645 Quadratmeter großen Gebäude, den Bereich für die Hortgruppen von den Kitakindern zu trennen.

Auf dem insgesamt 6000 Quadratmeter-Grundstück entstehen voneinander abgetrennte Außenspielflächen. Im kurzen Teil des Y liegen die Küche und der Gemeinschaftsraum. Im langen Flügel sind über zwei Etagen die Gruppenräume geplant.

Von der Mitte des Ypsilon lässt sich die ganze Kita überblicken. "Die Grundrissform hat Potenzial zum Erweitern", sagt Walkenhorst. So könne bei Bedarf etwa das Y durch einen Anbau zu einem X vergrößert werden.

Kita-Flur zum Spielen: mal schmal, mal breit

"Auf jeden Fall müssen Einrichtungen für Kinder anders geplant werden", so die Architektin. Mit den Augen eines Kindes - so soll der Flur nicht gerade sein wie im Krankenhaus, sondern mal schmal, mal breit, mit Möglichkeiten zum Verstecken und Spielen.

Kita-Gebäude stellen Ansprüche an pädagogische Konzepte und Räume. Gefragt sind Räume, die die Kinder inspirieren, ihre Fantasie anregen und die Sinne. Sie sollen Lust am Gestalten und Ausprobieren bekommen.

Das passt zu dem Träger, der Hamburger Kitavereinigung, die auch die neue Kita im Glinder Gewerbegebiet baut. Denn besonderes Augenmerk legt die Vereinigung auf Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder.

In der neuen Kita werden voraussichtlich fünf Elementargruppen für Kinder ab drei Jahren, eine altersgemischte Gruppe und zwei Krippengruppen für unter Dreijährige untergebracht. Auch für Hortkinder soll Platz sein. Etwa 2,5 Millionen Euro investiert die Gemeinde in die neue Einrichtung.

Strom und Wärme vom Blockheizkraftwerk

Hinzu könnten die Kosten für ein Blockheizkraftwerk kommen, das Wärme und Strom liefern soll. Auch die Sporthallen und die Grundschule sollen an die zentrale Energieversorgung angeschlossen werden. Die Investitionskosten liegen bei etwa 530 000 Euro. "Wenn der Strom teurer wird, rechnet sich das Blockheizkraftwerk am besten", sagt Bürgervorsteher Hendrik Maier. Die Alternative dazu wäre eine dezentrale Energieversorgung. Eine endgültige Entscheidung darüber wollen die Politiker im Hauptausschuss am Montag, 17. September, fällen.

Dann wird auch über einen Standort für den Container entschieden, in dem übergangsweise eine Hortgruppe unterkommt, bis die neue Kita fertig ist. Zwei Orte sind in der engeren Auswahl: Entweder eine Fläche zwischen Nord- und Südflügel der Grundschule oder nördlich des Nordflügels der Schule, wo derzeit die Trampoline stehen. Bevor die Politiker darüber abstimmen, sollen alle Kosten ermittelt werden. Der Container wird eine Grundfläche von etwa 6 mal 13 Meter haben und über eine eigene Heizungsanlage sowie über Wasser-, Abwasser- und Stromanschluss verfügen.

Der Baustart der neuen Kita kann sich aber noch etwas verzögern, da der Bebauungsplan geändert werden muss. Denn etwa 1000 Quadratmeter des anvisierten Gebietes westlich der Tennishallen sind verpachtet.