Wahl 2012

Glinde braucht dringend Breitbandkabel

Das Glinder Rathaus war für Joachim Wagner gestern die letzte Station auf der Bürgermeistertour durch seinen Wahlkreis 31. "Über die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Kreis habe ich eigentlich nur Positives gehört. Auch mit dem Land scheint es keine dramatischen Probleme zu geben", resümierte der Landtagskandidat und Kreistagsabgeordnete für die CDU gestern. Bürgermeister Rainhard Zug stimmte zu.

In ihrem Gespräch drehte sich alles um die Verkehrspolitik, interkommunale Zusammenarbeit, die Finanzen und die Wirtschaft. "Wichtig für die Unternehmen in unserer Stadt wäre eine vernünftige Breitbandverkabelung", sagte Zug. "Die ist bisher nicht ausreichend oder liegt nicht an richtiger Stelle." Er wünscht sich eine entsprechende Förderrichtlinie dafür.

Als positives Signal werteten beide, dass Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen am Vorabend im Reinbeker Schloss (siehe Seite 17) beiläufig für eine östliche Elbquerung bei Geesthacht und somit auch für den Ausbau der B 404 zur A 21 mit Anschluss an die A 39 plädierte. "Davon war bisher nie offiziell die Rede", unterstrich Wagner. "Ins Parteiprogramm ist dieser Punkt nie aufgenommen worden." Dabei sei der für die Fehmarn-Belt-Querung ab 2020 unabdingbar. Zug stimmte zu: "Jeder Euro, den Sie hier in Stormarn investieren, wird verdoppelt und verdreifacht. Hier sind die Arbeitsplätze, nicht bei Glücksstadt."

Die Idee einer Stadtbahn zwischen Geesthacht und Bergedorf mit Option auf Verlängerung nach Glinde fand Wagner "witzig, aber leider nicht finanzierbar."