Ruhestand

Immobilienfachmann verabschiedet sich

Glinde (pkb). "Ich bin dann mal weg" à la Hape Kerkeling schrieb Klaus-Jürgen Behrendt in seiner letzten Rundmail an die Kollegen im Rathaus.

Allerdings geht der langjährige Leiter der Zentralen Immobilienbewirtschaftung Glinde (ZIG) nicht pilgern, sondern hat sich mit 60 Jahren in den Vorruhestand verabschiedet. Der Glinder freut sich auf das Reisen mit dem Wohnmobil und die Patchwork-Familie mit fast sechs Enkelkindern. Sie sind oft und gern bei ihm und seiner Frau Marion zu Besuch.

"Meine Arbeit hat mir bis zum letzten Tag viel Freude gemacht. Es gab in den 45 Jahren immer neue Herausforderungen", resümiert er. Gestartet war der gebürtige Bergedorfer 1967 in der Hamburger Verwaltung. Mehr Perspektiven und Aufgaben lockten den jungen Beamten 1973 ins Nachbarland nach Geesthacht, 1978 ging er nach Barsbüttel. "Dort galt es, die Personalabteilung zu leiten. Etwas ganz Neues für mich."

Drei Jahre später kam er als erfahrener "Personaler" nach Glinde. Bürgermeister Karlheinz Friederici brauchte aber einen stellvertretenden Ordnungsamtsleiter. "Ich habe keinen Schimmer, nehme die Herausforderung aber an", habe er dem Verwaltungschef damals gesagt. Der Anfang einer langen, spannenden Schaffensphase in der Verwaltung der jungen Stadt im Grünen war gemacht. Später war er auch Personalratsvorsitzender. "Wir waren damals wie eine Familie." Gern erinnert er sich an gemeinsame Feierabendbiere mit den Kollegen, an Faschingsfeste und Betriebsausflüge. Auf einem hat es dann zwischen ihm und seiner Frau Marion gefunkt.

1995 übernahm er im Bauamt die Betreuung der Liegenschaften. "Grundstückswerte zu ermitteln und sich mit Mietrecht für die damals 160 städtischen Wohnungen zu beschäftigen, war sehr spannend." Auf Drängen von Bürgermeister Hans-Peter Busch wurde 2002 die ZIG gegründet, die sämtliche städtische Gebäude unter einem Dach zusammenführte. "Ein großes Einsparpotenzial wurde so erschlossen", erläutert Behrendt. Er wurde der Leiter.

Nebenbei war Behrendt stets in der Feuerwehr engagiert. Jetzt aktualisiert er mit Ex-Wehrführer Peter Kind die Chronik, die bis zur Einweihung des neuen Gerätehauses fertig werden soll. So kommt trotz des Ruhestandes keinerlei Langeweile auf. Und die nächste Reise mit dem Wohnmobil ans Schwarze Meer ist auch schon geplant.