Vereine

Ehrenamt ist doch nicht tot

Oststeinbek (unb/aha). Aufatmen beim Ortsverein der Awo und beim Havighorster Bürgerverein. Ersterer stand kurz vor dem Aus, letzterer war bereits aufgelöst. Ende dieses Monats soll der Bürgerverein neu gegründet und ein neuer Vorstand gewählt werden.

Sechs Ehrenamtliche haben sich dafür nun doch gefunden - gerade noch rechtzeitig, bevor der Bürgerverein beim Amtsgericht aus dem Vereinsregister gestrichen wird.

Die Auflösung hatten die Mitglieder im Februar beschlossen. Der Verein war bereits Geschichte, die etwa 70 Mitglieder schauten wehmütig auf die 29 Jahre währende Vereinsgeschichte. Ein Jahr lang hatte der Vorstand nach Nachfolgern gesucht - ohne Erfolg.

"Schon kurz danach war das Geschrei groß, weil die Kinderdisco und andere Veranstaltungen fehlten", sagt die einstige Vorsitzende Mirsada Schwarzenbek. Auch der Herbstball, das Kartoffelfeuer oder Grünkohlessen waren gestrichen. "Daraufhin haben sich sechs Vereinsmitglieder zusammengetan, die für den Vorstand kandidieren wollen." Die stellen sich am Dienstag, 24. April, bei der Jahresversammlung im Mehrzweckraum der Kita Havighorst, Schulstraße 27, vor. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Auch die Auflösung des Ortsvereins der Awo ist erstmal abgewendet. Der kommissarische Vorsitzende Arp Kressin bleibt weiter im Amt. Ihm zur Seite stehen Christel Schädlich und Inge Pfänder. "Das Hauptziel, wieder Ruhe in den Verein zu bringen, ist uns gelungen", sagt Heinz-Peter Dühring, Kreisvorsitzender der Awo. Jetzt soll es wieder mehr um die inhaltlichen Fragen gehen. Das Programm für dieses Jahr ist so gut wie fertig, die ersten Ausfahrten sind geplant. Statt elf wie in den Vorjahren gibt es in diesem Jahr nur vier. Das liegt auch daran, dass der Vorstand auf ein Drittel der Mitglieder geschrumpft ist. Im vergangenen Jahr war der noch mit neun Ehrenamtlichen besetzt. Sechs traten aus Ärger über die Arbeitsweise des neuen Vorsitzenden zurück. Kressin selbst hat den Posten nur übergangsweise übernommen, bis sich ein neuer Vorsitzender - möglichst aus Oststeinbek - findet. Ende März 2013 endet seine Amtszeit.

Bis Ende 2012 wird er auch von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin aus dem Kreisverband unterstützt. Stundenweise hilft sie bei der Planung und Durchführung des Programms. So ist angedacht, die beliebten Bingo-Nachmittage wieder auszurichten. Ein vielfältiges Programm verhindert möglicherweise einen weiteren Mitgliederschwund, hoffen die Verantwortlichen. In den vergangenen Monaten sank die Zahl um 20 auf derzeit 179 Mitglieder.