Ehrenurkunde

Die gute Seele vom Reiterhof Schloh

Havighorst (unb). Die Angst vor Prüfungen kennt jeder. Auch Christa Granzow. Deshalb hat die passionierte Turnierreiterin bei der letzten Reitabzeichenabnahme des Reitvereins Oststeinbek-Havighorst allen 16 Teilnehmern vor der Prüfung einen Glückskäfer in die Hand gedrückt.

15 haben die Prüfungen bestanden. "Ich weiß doch, wie wichtig es ist, dass einer einem Mut zuspricht", freut sich die 62-Jährige über das gute Ergebnis.

Das sei typisch für Christa, sagt Henry Schloh, Inhaber des gleichnamigen Reiterhofes und Vereinsvorsitzender. "Sie ist unsere gute Seele, bringt sich nicht nur mit ihrer Freizeit, sondern auch mit ihrem Geld ein." Für ihr mehr als 30-jähriges Engagement im Vorstand des Vereins erhielt die Krankenschwester jetzt die Ehrenurkunde des Kreispferdesportverbandes.

Täglich ist die Jugendwartin im Stall, um ihre eigenen beiden Pferde zu reiten und Veranstaltungen vorzubereiten. So startet im Mai eine Pferde-Fahrrad-Rallye. Eltern auf dem Rad treten gegen ihre Kinder zu Pferd an.

Im Spätsommer beginnt Granzow wieder mit der Vorbereitung des traditionellen Weihnachtsmärchens. Seit drei Jahrzehnten übt die Lohbrüggerin pro Jahr eines ein und probt bis zur Aufführung am 3. Advent wöchentlich mit den zehn Darstellern - darunter Erwachsene und Kinder. Die Aufführung ist über die Ortsgrenzen hinaus bekannt - bis zu 800 Zuschauer kommen zum Reiterhof. Die kleine Reithalle ist dann regelmäßig bis auf den letzten Platz gefüllt. In diesem Jahr steht "Schneewittchen und die sieben Zwerge" auf dem Plan.

Mit dem Sammeln der rund 350 Preise für die Tombola beginnt Granzow immer schon kurz nach der letzten Aufführung. Ihr Keller ist schon jetzt gut gefüllt mit Präsenten. Viele hat sie selbst bezahlt, unterstützt wird sie von ihrer Schwester und Freunden.

Der Erlös aus der Tombola wird gespendet - vor allem an Projekte für benachteiligte Kinder. Die liegen Christa Granzow nämlich besonders am Herzen.