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Sport beim TSV wird ab Juli teurer

Glinde. Sportler, die beim TSV trainieren, müssen ab 1. Juli etwas mehr für ihre Fitness ausgeben. Dann erhöht der Verein die Mitgliedsbeiträge um bis zu 1,50 Euro im Monat.

Familien zahlen dann 29 Euro statt 27,50 Euro, Erwachsene 16,25 Euro statt 14,75 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen 9,25 Euro statt 8,50 Euro und sozial schwache Mitglieder 9,50 Euro statt 8,50 Euro.

"Das ist die erste Beitragserhöhung seit vier Jahren", sagt TSV-Geschäftsführer Joachim Lehmann. Bei der Höhe der neuen Beiträge hat sich der TSV auch bei den Vereinen in der Umgebung umgeschaut und verglichen: "Wir gehören nicht zu den preiswertesten, liegen im guten Mittelfeld. Wir haben aber mit 17 Abteilungen eines der größten Sportangebote", so Lehmann.

2900 Mitglieder zählt der TSV derzeit. Die müssen dann zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, am Ende kommen ihnen aber die Mehreinnahmen wieder zugute. Denn 75 Prozent des Geldes will der TSV in dringend notwendige Sanierungen stecken. Der Rest, 25 Prozent, fließt in die jeweiligen Abteilungen. Die Turn- und Gymnastikabteilung ist mit 800 Sportlern die größte Abteilung, gefolgt von der Tanz-, Fußball- und Tennisabteilung.

Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen für insgesamt 96 000 Euro stehen dieses Jahr an. "Der Spiegelsaal muss energetisch aufgewertet, die Heizungen ausgetauscht werden", sagt TSV-Vorsitzender Peter Voss. Außerdem steht die Modernisierung der Tennisplätze auf dem Plan. 46 000 Euro will der Verein selbst aufbringen, den Rest, 50 000 Euro, soll die Stadt dazugeben. Die Anträge liegen vor, die zuständigen Ausschüsse beraten darüber nach den Osterferien.

Die Beitragserhöhung ist auch ein erster Schritt zur Realisierung des Kunstrasenplatzes. Den fordern die 300 Fußballer schon lange und haben ihren Wunsch auf der jüngsten Mitgliederversammlung noch einmal bekräftigt. Nach ersten Schätzungen kostet die Umwandlung des Grandplatzes auf dem TSV-Gelände zu einem Kunstrasenplatz 550 000 Euro. "Die Mehreinnahmen durch die Beitragserhöhung sind aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein", sagt Lehmann. Der Großteil der Summe, 375 000 bis 400 000 Euro, soll von der Stadt kommen. Ein entsprechender Antrag geht nach Ostern bei den Stadtvertretern ein.