Kirchenmusik

Im Hauptberuf Pfleger, nebenbei Organist

Oststeinbek (unb). "Süß", dachte Karlheinz Fernau, als er das erste Mal an der Orgel der Auferstehungskirche Platz nahm und spielte. Die 1966 in Süddeutschland gebaute Orgel gehört mit ihren zwölf Registern zu den kleinen Instrumenten ihrer Art.

Zum Vergleich: Die Steinmeyer-Orgel im Hamburger Michel hat 85 Register. Dort durfte Fernau schon während seiner Ausbildung zum Organisten spielen. Das war, bevor der 50-Jährige seine erste offizielle Stelle als Organist in Oststeinbek antrat. Hier sorgt der Hamburger seit Jahresanfang für Musik im Gottesdienst.

An der Orgel saß Fernau zwar schon als Kind. Denn in seinem hessischen Heimatdorf musste jeder, der Klavier spielen konnte, mal in der Kirche aushelfen. Eine Orgelausbildung absolvierte er erst mit Mitte 40. Doch leben kann er von der 22-Stunden-Stelle (im Monat) nicht. "Vielmehr ist die Musik Ausgleich zu meiner Hauptarbeit als Pfleger im Krankenhaus St. Georg." In Oststeinbek hat er sich mittlerweile gut eingelebt und die Gottesdienstbesucher mögen sein Orgelspiel. Als "frisch und fröhlich" bezeichnet Fernau den Gesang der Oststeinbeker. Auch die Gottesdienste über die Osterfeiertage begleitet Karlheinz Fernau in der Auferstehungskirche, Möllner Landstraße 50, musikalisch.

Gründonnerstag, 5. April, gibt es um 19 Uhr eine Agape-Feier. Anschließend kommen die Besucher zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Karfreitag, 6. April, beginnt der Gottesdienst um 15 Uhr. Ostersonntag gibt es um 6 Uhr einen Frühgottesdienst mit einem ausgiebigen Osterfrühstück im Anschluss und um 10 Uhr einen Familiengottesdienst.

Wer beim Frühstück dabei sein will, sollte sich anmelden unter der Telefonnummer: (040) 71 48 68 10.