Erlebnispfad

Sauberkeit: Note sechs

Glinde (aha). Die erste Station ist eine Enttäuschung: Auf der Informationstafel am Mühlenteich sind nur Graffiti-Zeichen. Aber keine Spur von einer Übersichtskarte über den Ökologischen Erlebnispfad im Glinder Stadtwald.

Die haben sich die Schüler der Klasse 6 d der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld vorher glücklicherweise aus dem Internet besorgt.

Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Waldemar Sobczyk-Schwarz nahmen sie in dieser Woche die 39 Stationen genau unter die Lupe. In den nächsten Tagen wollen die 24 Schüler in einem Brief Bürgermeister Rainhard Zug das Testergebnis mitteilen. Darin soll stehen, was sie Schönes auf dem Weg entdeckt haben, was sie gestört hat und was besonders viel Spaß gemacht hat.

Das war bei den meisten die Station Zapfenwerfen, bei der man Tannenzapfen durch ein Tor schießt. "Ich finde es gut, dass man auf dem Erlebnispfad selbst aktiv werden kann", sagt Manisa. "Weitsprung, Zapfenwerfen und über eine Wackelbrücke balancieren."

Ihr Mitschüler Phil hingegen findet: "Es sind einfach zu viele Stationen. Da wird man leicht überfordert und macht am Ende keine mehr. Außerdem ist an manchen Tafeln viel zu viel Text zum Lesen. Besser wären mehr Bilder." Manisa stimmt zu: "Es war zum Teil einfach zu viel Information."

Auf ihrem Weg durch den Glinder Stadtwald sammelten sie viele Verbesserungsvorschläge, die sie dem Rathauschef mitteilen wollen: weniger Stationen und weniger Lesestoff, kürzere Wege zwischen den einzelnen Stationen, je ein Zebrastreifen auf dem Willinghusener Weg und Papendieker Redder, weil man jede Straße zwei Mal überquert. Ferhat hat besonders gestört, "dass überall Zigarettenkippen und Hundehaufen herumlagen, sogar am Barfußpfad".

Der Ökologische Erlebnispfad wurde 2003 neu gestaltet.