Datenbank Digicult

Exponate online zum Verleih

Glinde (aha). Eine alte Apothekeneinrichtung, eine nostalgische Schusterwerkstatt oder einen Kaufmannsladen mit allem Drum und Dran wollen die Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins in die Dauerausstellung des Museums Kupfermühle aufnehmen.

Was dazu noch fehlt, lässt sich aus landesweit 70 Museen leihen. Die stellen ihre Exponate in die Datenbank Digicult - ein Projekt des Museumsverbandes Schleswig-Holstein zur digitalen Erfassung von Museumsbeständen.

Damit auch andere Museen ihre Ausstellung mit Exponaten aus Glinde bereichern können, müssen die zunächst in die Datenbank eingegeben werden - ein langwieriges Unterfangen, für das den ehrenamtlichen Mitgliedern des Heimat- und Bürgervereins die Zeit fehlt. "Jedes Stück muss einzeln eingegeben werden", sagt Otto Ninnemann. "Außerdem muss im Internet nach Ursprung und Funktion recherchiert werden. Wir haben bisher noch nicht viel gemacht, weil wir einfach zu wenige sind."

Ehrenamtliche suchen junge Helfer für Digitalisierung

Gemeinsam mit zwei weiteren Ehrenamtlichen pflegt der 68-Jährige die interne Datenbank, in der alle Objekte aufgenommen werden. Bisher sind es 1700 Stücke.

In die landesweite Datenbank Digicult sollen dagegen nur besondere Ausstellungsstücke registriert werden, die es nur in dem Glinder Museum gibt. Zum Beispiel alles vom Milchgut Glinde.

Für die Digitalisierung der Objekte hat der Verein kürzlich die stadteigene Wohnung über dem Museum übernommen. Diese Arbeit hatten die Ehrenamtlichen bisher in einem der Wagenschauer gemacht. Allerdings unter erschwerten Arbeitsbedingungen, denn wegen der Kälte streikte der Computer.

Der Heimat- und Bürgerverein sucht junge Leute, die bei der Digitalisierung der Exponate helfen. Schüler, Studenten und andere, die ehrenamtlich mitmachen, sollten über Computerkenntnisse verfügen, Internet-affin sein und eventuell Interesse an Geschichte haben. Interessenten können sich unter Telefon (040) 71 19 80 29 melden oder per E-Mail: hbv@hbv-glinde.de .