Thor Steinar

Gericht verhandelt jetzt Räumungsklage

Glinde (unb). Nachdem der Termin zwei Mal verschoben wurde, treffen sich der Betreiber des umstrittenen Modegeschäftes "Tønsberg" am Glinder Berg und der Vermieter am Donnerstag, 22. März, vor dem Landgericht in Lübeck.

"Endlich", sagt die Vermieterin Margarita Herbst. Lange haben sie und ihr Mann darauf gewartet. Bereits im September hatten die Glinder eine Räumungsklage beim Gericht eingereicht. Arglistig seien seine Mandanten getäuscht worden, sagt Christian Verstege, Anwalt des Ehepaares Herbst. Der Betreiber des Ladens habe im Vorfeld nicht gesagt, welche Marke er im Sortiment hat. Erst als es zu spät war, erfuhren die Vermieter, dass die in der rechten Szene beliebt ist. Während sie auf die Entscheidung des Gerichts hoffen, gehen vor dem Geschäft die Proteste weiter. Für diesen Sonnabend organisiert das Aktionsbündnis eine weitere Demonstration unter dem Motto: "Glinde steht auf! Keinen Fußbreit für Neonazis!". Um 12 Uhr treffen sich die Teilnehmer in der Marktpassage und ziehen gemeinsam zum Glinder Berg. Hier gibt es eine Kundgebung, eine Sambagruppe spielt Musik.

Seit sechs Monaten protestieren Glinder gegen Rechtsradikalismus. Täglich mahnen sie vor dem Geschäft bei Wind und Wetter zu mehr Demokratie und treten für eine bunte Gesellschaft ein.