Kabarett

Unaufgeregt und spürbar zornig

Trittau (kb). Er ist ein Kabarettist der alten Schule. Er liest den Mächtigen und vermeintlich Einflussreichen die Leviten, fürchtet sich vor nichts und niemandem. Bei seiner Abrechnung ist Henning Venske (72) Minimalist.

Der gebürtige Stettiner lässt das bedeutungsschwangere Augenrollen, das bedeutungsvoll unausgesprochene "Was-sagt-ihr-dazu?" genauso weg, wie das "Ihr-seid-doch-auch-meiner-Meinung?". Venske versteht sein Handwerk, reiht eigentlich nur Wahrheiten und belegte Zitate aneinander. Daraus wird sein aktuelles Programm "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!", das er am Mittwoch, 14. März, ab 20 Uhr in der Trittauer Wassermühle präsentieren wird.

Unaufgeregt, ohne Blendwerk, aber immer noch spürbar zornig über den Irrsinn, der uns umzingelt, liefert er Pointe an Pointe. Der Schauspieler, Moderator, Autor und Journalist bleibt authentisch. Er sagt, was er denkt, hat Sinn für Gerechtigkeit, und wenn der Kommentar mal böse ausfällt, dann nur, weil er das Herz am sogenannten rechten Fleck hat. "Politisch gesehen, mag es zwar verlorene Liebesmühe sein, aber es ist immerhin eine Weise, das Ganze auszuhalten ohne sich zu verraten", erläutert das Programm. Vielleicht sei es auch ein wenig wahres Leben im falschen. "Es ist gut, dass es Venske gibt. Einer muss schließlich da sein und aufräumen."

Der Einlass zum Sondergastspiel im Kulturzentrum Trittauer Wassermühle ist ab 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 20 Euro. Reservierungen sind unter Telefon 0179-781 75 48 möglich. An der Abendkasse kostet der Eintritt 25 Euro.