Protest

Corny Littmann hinterlässt weiße Rose am Glinder Berg

Glinde (unb). Mit ernster Miene machte Corny Littmann seine weiße Rose am Rosenstock fest. "Die Rose ist ein Symbol des Widerstands und soll den Glindern Mut machen", sagte der bekannte Hamburger.

Doch weder als Theaterbesitzer noch als einstiger St. Pauli Präsident war Littmann am Sonnabend in Glinde, sondern als Unterstützer der Hamburger Initiative "Laut gegen Nazis". An die hatte sich das Glinder Aktionsbündnis gewandt und war auf offene Ohren gestoßen.

"Toll, dass hier alle Generationen so friedlich demonstrieren", sagte der 59-Jährige. Das sei bei dem Protest gegen den Thor-Steinar-Laden im Kiez anders gewesen, erinnert sich Littmann. "Da kam es zu Ausschreitungen. Die Protestierenden waren aus der Antifa-Szene." Das sei in Glinde am Anfang auch so gewesen, klärt Jörg Malarz auf. "Doch mittlerweile wird der Protest von einer breiten Bevölkerungsschicht unterstützt."

3000 Unterschriften hat das Glinder Bündnis mittlerweile gesammelt. Sonnabend waren rund 150 Demonstranten an den Glinder Berg gekommen - darunter auch Bürgermeister Rainhard Zug, Bürgervorsteher Eberhard Schneider, Polizei-Chef Eggert Werk sowie 40 Konfirmanden aus Glinde und Bergedorf. Letztere hatten die weißen Rosen gebastelt.