Sozialausschuss

SPD nimmt erneut Anlauf für Jugendtreff

Glinde (unb). Skatende Jugendliche werden jetzt vom Markt verbannt, wer älter als zwölf Jahre ist, ist vom Treff im Gutshaus ausgeschlossen, und die Spinosa am Stadtrand ist für viele zu weit weg.

"Den Älteren fehlt gerade im Stadtzentrum eine Anlaufstelle. Entweder hängen sie auf der Straße herum oder wärmen sich in Bankfilialen oder im Bürgerhaus auf, bis sie jemand herausschmeißt", sagt Marlies Kröpke.

Das SPD-Mitglied stellt jetzt für ihre Fraktion im Sozialausschuss den Antrag, einen neuen Jugendtreff einzurichten. Die Möglichkeiten und Kosten dafür soll die Stadt prüfen. "Glinde hat zwar kein Geld", weiß Kröpke, "aber so ein Treff muss ja auch nicht viel kosten." Sie denke dabei an ein Holzhaus, das auf einem stadteigenen Grundstück in der Nähe des Golfplatzes gebaut werden könnte.

Die neue Einrichtung soll aber keine Konkurrenz zu den vorhandenen sein. Im Gegenteil: "Dorthin sollen Ältere kommen, die keine Betreuung mehr brauchen." Der Treff soll von den Jugendlichen eigenständig organisiert werden. Wie und in welcher Form, das soll erst in einem Konzept mit den Jugendlichen erarbeitet werden. "Auf keinen Fall wird es ein autonomes Jugendzentrum", so Kröpke

Dafür machte sich die SPD bereits vor zwei Jahren stark - und scheiterte an den Gegenstimmen der CDU. "Ein autonomes Jugendzentrum ist mit uns heute immer noch nicht zu machen", kündigt Heidemarie Teske (CDU) an. Allerdings sieht auch sie den großen Bedarf. "Wir müssen nur etwas Machbares finden."

Der Sozialausschuss tagt nächsten Dienstag ab 19 Uhr im Bürgerhaus, Markt 2.