Info

Negerdorf - die Siedlung am Oher Weg

Das Ensemble aus sieben Häusern mit 24 Wohnungen wurde 1936 für die Offiziere und Beamten des Heereszeugamtes gebaut. Nach dem Krieg fanden hier auch Flüchtlingsfamilien und Heimatvertriebene Zuflucht. 1969 zogen Bedienstete der Bundeswehr in die Häuser. Als im Jahr 2002 das Ende des Bundeswehr-Depots absehbar war, stand die Siedlung zum Verkauf. Seit 2003 steht die Reetdachsiedlung unter Denkmalschutz. Im selben Jahr wurde sie von der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG (BGFG) gekauft, die die Wohnungen sanierte und modernisierte. Insgesamt ist an den Gebäuden wenig verändert worden.

Wie die Siedlung am Oher Weg zu ihrem Namen gekommen ist, darüber gibt es mehrere Spekulationen. Nahe liegend ist, dass der Begriff "Negerdorf" entstand, weil das Ensemble wie abgeschlossen wirkt und an einen "Neger-Kral" erinnert - eine kreisförmige Siedlung, wie sie in Afrika verbreitet war.