Kahi ecotec

Zeitlos, reißfest und tonnenschwer

Glinde (unb). "Zeitlos" sind die Ketten von Bernd Hengst. Die verkauft der Geschäftsführer von Kahi ecotec in allen Formen, Längen, Breiten und Gewichtslagen. "In den 30 Jahren, die unser Unternehmen jetzt besteht, haben sich die Ketten erstaunlich wenig verändert", so der Glinder.

"Nur die Materialien sind vielfältiger geworden." Waren sie einst vornehmlich aus Stahl, gibt es sie mittlerweile auch aus Plastik.

Auf den Ketten und Kettenrädern von Bernd Hengst werden Autos zusammenmontiert, durchlaufen Tiere einen Schlachthof oder werden Würstchen geräuchert.

Die Ketten kauft Hengst containerweise in der ganzen Welt auf. Dafür besucht der Maschinenbauingenieur Produktionsbetriebe unter anderem in Spanien, China, Japan und Kuba. Er will alles mit eigenen Augen gesehen haben, schließlich bürgt er bei seinen Kunden für die Qualität der Ketten. Und die müssen vor allem reißfest sein. Die Lebensdauer einer Kette liegt zwischen drei und sechs Jahren. Unzählig hingegen sind die Kettenformen, so Hengst. "Mehrere Hundert sind es bestimmt." Rund 40 Standardketten liegen stets im 1000 Quadratmeter großen Lager an der Borsigstraße im Reinbeker Gewerbegebiet.

Bevor die Ketten in die gesamte Welt verschifft werden, passen die sechs bis zwölf Mitarbeiter die Kettenlänge den Kundenwünschen an. Die letzte Lieferung ging nach Russland, wo die tonnenschwere Stahlkette in einer Lkw-Waschstraße verbaut werden soll. Zu Hengsts Hauptabnehmern gehörte auch mal die Hauni Maschinenbau AG - bis die Ketten in der Zigarettenproduktion durch schnellere Schrittmotoren ersetzt wurden.

Dennoch ist Bernd Hengst zuversichtlich, dass Ketten auch in Zukunft gebraucht werden, um schwere Lasten zu transportieren. "Außerdem haben sie einen großen Vorteil: Sie sind zeitlos und keiner Mode unterworfen", so der Fachmann.