Betreuungsplätze

Grundschule ist kein guter Ort für einen Hort - Alternativen gesucht

Oststeinbek (aha). Zum Schuljahreswechsel am 1. August werden 25 Hortplätze frei. Insgesamt gibt es aber schon 39 Anmeldungen von Eltern, die ihre Kinder im Hort betreut haben wollen.

Deshalb haben die Mitglieder des Kultur-, Sozial- und Jugendausschusses in ihrer Sitzung am Montagabend der Einrichtung einer weiteren Hortgruppe zugestimmt.

Allerdings soll die Doppelnutzung von Klassenräumen, wie es die Verwaltung vorgeschlagen hat, nur die allerletzte Lösung sein. "Eine Hortnutzung stellt ganz andere Bedingungen als ein Klassenraum", sagt Kerstin Nitschmann, Leiterin der Helmut-Landt-Grundschule. Das Rathausteam soll nun nach Alternativen suchen und prüfen, welche Räumlichkeiten in der Gemeinde angemietet werden könnten und wie viel das kostet.

Dies wäre ohnehin nur eine Übergangslösung, denn mit der Einrichtung einer neuen Kita soll auch das Hortproblem gelöst werden. Denn der jeweilige Träger soll nicht nur Kinder betreuen, sondern auch eine Hortgruppe unterbringen. Die Entscheidung für einen Kita-Träger haben die Oststeinbeker Politiker noch einmal vertagt. Denn nach der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten, der GmbH Kinderzentren Kunterbunt, DRK und ASB stellte sich jetzt noch ein fünfter Interessent vor: der Verein Wabe aus Hamburg. Er betreut insgesamt 1500 Kinder in 17 Kitas. Die selbstständige Bewegungsentwicklung der kleinen Besucher steht im Vordergrund. In offenen Gruppen können sie sich ausprobieren. Kinder mit Handicaps sind ausdrücklich willkommen. Wegen der offenen Arbeit legt der Verein Wert darauf, beim Kita-Neubau das Zepter selbst in der Hand zu halten. Eine Nutzung vorhandener Räume komme nicht in Frage. Mit der Unterbringung von Hortkindern hat der Verein bereits Erfahrungen gemacht.