Politessen

Bald Knöllchen für Falschparker

Glinde (unb). Das bequeme Leben der Autofahrer in Glinde ist vorbei: Im Februar, spätestens aber im Mai werden Politessen durch Glindes Straßen streifen und Knöllchen an Falschparker verteilen.

Eigentlich sollten die Parkverstöße schon seit Anfang des Jahres mit Leihpolitessen aus Trittau geahndet werden. Doch mittlerweile haben sich andere Alternativen ergeben, sagt Bürgermeister Rainhard Zug. Glinde strebt jetzt eine Kooperation mit Reinbek an. Es müsse nur noch die Frage geklärt werden, ob Reinbeks Politessen die Arbeit in Glinde mitmachen oder ob die Stadt eigenes Personal anstellt.

Fest steht hingegen schon, dass die Stadt von der technischen Ausstattung Reinbeks profitieren will. So werden zukünftig die Knöllchen zwar in Glinde aufgenommen, der Bußgeldbescheid wird aber aus dem Reinbeker Rathaus versandt - mit einem Glinder Briefkopf.

Die Bußgelder hingegen landen dann auf dem Konto der Stadt. Große Mehreinnahmen verspricht sich Zug vom Einsatz der Politessen aber nicht: "Am Ende werden sich Kosten und Einnahmen die Waage halten." Vielmehr gehe es ihm darum, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und zu verhindern, dass Autofahrer Feuerwehreinfahrten oder Ladeflächen zuparken. Auch will er gewährleisten, dass Parkplätze für Behinderte eben nur von diesen genutzt werden und Dauerparker auf dem Parkplatz am Markt verschwinden. Sie sollen ihren Wagen zukünftig an der Sönke-Nissen-Allee abstellen.

Wer glaubt, dass die Politessen nur an bestimmten Tagen in Glinde unterwegs sein werden, dem nimmt der Rathauschef die Hoffnung: "Sie werden montags bis sonnabends flexibel eingesetzt und das gesamte Stadtgebiet abdecken. Einen Freiraum wird es in Glinde nicht mehr geben."