Kriminalität

17-Jähriger fälscht Semestertickets

Barsbüttel/Hamburg. Am Mittwochmorgen fuhren Fahrzeuge der Bundespolizei an der Barsbütteler Landstraße vor. Ziel der Beamten war die Wohnung eines 17-Jährigen, der im dringenden Verdacht steht, Semestertickets, die für den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gelten, gefälscht und in Umlauf gebracht zu haben.

Barsbütteler flog auf, weil ein 20-jähriger Glinder mit einem Exemplar in S-Bahn erwischt wurde.

Anfang September hatten Fahrkartenkontrolleure der DB AG, Betreiberin der Hamburger S-Bahn, den Fahrschein eines 20-jährigen Glinders überprüft. Sie stellten dabei Unregelmäßigkeiten fest. Eine kriminaltechnische Untersuchung ergab, dass es sich bei dem Semesterticket für Studenten (Preis: 139,70 Euro) um eine Totalfälschung handelte. Selbst die Matrikelnummer gehörte nicht dem 20-Jährigen. Die Qualität der Fälschung wird aber als sehr gut bezeichnet.

Intensive Ermittlungen der Bundespolizei führten schließlich auf die Spur des jungen Barsbüttelers. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden Computer, Drucker sowie Scanner sichergestellt. Außerdem wurden Vorlagen zur Fälschung von Semestertickets gefunden. Der 17-Jährige legte ein Geständnis ab.

Wie hoch der finanzielle Schaden ist, steht noch nicht fest. Bislang sind der Polizei drei Fälle bekannt. Die Ermittlungen laufen aber weiter auf Hochtouren. Gegen den Barsbütteler wurden inzwischen Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Betrug eingeleitet.