Musikkabarett

Bei Weihnachtsstress Notdienst einschalten!

Glinde (hof). "Notdienst" - dahinter verbergen sich zwei Frauen und drei Männer im besten Alter, die gemeinsam alltägliche Situationen musikalisch "auf die Schippe nehmen".

Nach bekannten Melodien singen und spielen Christiane Kolbe, Christina Lehnhardt, Thomas Lehnhardt, Bernd Wilke und Jan-Henning Preuße, der neu dazu stieß und als einziger nicht aus Glinde kommt, eigene Texte. Die treiben dem Publikum beim Lachen die Tränen in die Augen.

Vor elf Jahren schloss sich die Gruppe zum musikalischen Kabarett "Notdienst" zusammen und ist seitdem ein Garant für beste Unterhaltung. Das belegen zahlreiche Auftritte bis hinauf zur dänischen Grenze. "Wir kommen vom Chorgesang und haben uns im Glinder Oldie-Chor kennengelernt", verrät Thomas Lehnhardt, der wie die meisten anderen hauptberuflich als Lehrer arbeitet. Nur Bernd Wilke bildet eine Ausnahme. "Durch seine Apotheke sind wir auf den Namen Notdienst gekommen", so Preuße. In diesen Tagen trifft sich die Gruppe besonders häufig im Probenraum. "Als die Leute draußen noch schwitzten, saßen wir über unserem Weihnachtsprogramm", erzählt Lehnhardt, aus dessen Feder die meisten Texte stammen. Wie zum Beispiel die Geschichte von Rudolf, dem roten Rentier aus Ostberlin.

"Auweianacht" heißt das aktuelle, etwa zweistündige Programm, bei dem die Weihnachtsgeschichte um bisher unbekannte Details ergänzt wird. So haben die Glinder das Seelenleben von Josef, dem Zimmermann, genauso beleuchtet wie eventuelles Kindergeld für den himmlischen Knaben. Und auch der Weihnachtsmann rückt ins Rampenlicht. Sein Umgang mit Rentieren oder Engeln ist den Notdienstlern mehr als ein Lied wert.

"Wir wollen die Leute erfreuen", sagt Wilke. Das erledigt der "Notdienst" mit viel Begeisterung. Wer sich davon persönlich überzeugen will, sollte sich schnell zum "Schmunzelmenü" in der Alten Meierei in Schwarzenbek, Telefon (041 51) 80 32 50, anmelden, wo die Glinder am Sonnabend, 13. Dezember, ihren nächsten Auftritt haben.