Hier oben kann ihm keiner was

Von Kim Nadine Müller

Geesthacht.
Martin Nabben liebt Quizshows. Schon als Kind schaute er stets "Die Pyramide" mit Dieter Thomas Heck im ZDF. "Ich habe solchen Spaß an Wissenstests", sagt der Geesthachter. Dass er mal selbst vor laufender Kamera Fragen beantworten und im richtigen Moment den Buzzer drücken muss, damit hätte er allerdings nicht gerechnet. Am vergangenen Sonntag konnten Tausende Zuschauer verfolgen, wie Martin Nabben die von Jörg Pilawa moderierte NDR-Sendung "Die Leuchte des Nordens" gewann. Hier werden nur Fragen mit norddeutschem Bezug gestellt.

"Ich hatte mich da mal beworben", erzählt der 36-Jährige, "habe aber lange nichts gehört." Im Jahr 2013 kam plötzlich die Einladung zum Kandidatencasting. Zusammen mit 200 Bewerbern stellte sich der Familienvater in einem Hotel an der Alster 30 Multiple-Choice-Fragen. "Meine Fernsehtauglichkeit wurde in einem Interview vor laufender Kamera getestet." Nabben plauderte über Geesthacht und sein Hobby: das Theaterspielen bei der Bürgerbühne. Das überzeugte. Ende 2014 durfte er bei Studio Hamburg um 1000 Euro und die Leuchte spielen. Mit 28 Punkten setzte sich Nabben am Schluss gegen die vier anderen Kandidaten aus Norddeutschland durch.

Dabei hatte er richtig Bammel zu versagen: "Ich hatte klatschnasse Hände und Angst, keine Antwort zu wissen", erzählt der Innendienstleiter. Doch so richtig hakte es nur bei einer Frage an alle Kandidaten: "Welche 2007 verstorbene Hamburgerin..." Nabben buzzerte als Erster: "Heidi Kabel." Pilawa: "...die Partnerin von Loriot war." Nabben: "Ach Mist, Evelyn Hamann." Macht nix, hat trotzdem gereicht.