Tag der offenen Tür

Blick in ein hochmodernes Laboratorium

Geesthacht. Das Labor Dr. Kramer ist einer der größten Arbeitgeber Geesthachts. Für den 1. Juni laden Detlef und Jan Kramer zusammen mit allen Kollegen von 10 bis 16 Uhr zum Tag des offenen Labors ein.

An der Lauenburger Straße befindet sich das Zentrallabor der Laborärztlichen Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung (LADR), der bundesweit 16 Laborarztpraxen zwischen Rendsburg und Baden-Baden angehören.

"Wir sind mit unserer Familie seit Jahrzehnten hier in Geesthacht beheimatet und verwurzelt", sagt Jan Kramer. Zuletzt hatte das Unternehmen am Stammsitz in einer Bauzeit von 18 Monaten für sechs Millionen Euro einen modernen Neubau errichtet. Erstmals können am 1. Juni Interessierte einen Blick in das Labor werfen. Vor mehr als 67 Jahren hatte Dr. Siegfried Kramer von den amerikanischen Besatzungsmächten die Erlaubnis zur Errichtung einer Laborarztpraxis in der Stadt erhalten - damals die erste in Deutschland. Kramer wohnte mit seiner Familie in dem Haus und arbeitete auch darin. Das Gebäude befindet sich heute gegenüber der Einfahrt zur Elbhöhe. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der Betrieb ständig erweitert, heute werden 15 000 niedergelassene Ärzte und 200 Krankenhäuser von der LADR betreut.

Laborärzte, Mikrobiologen, Human-Genetiker und Naturwissenschaftler sowie Spezialisten aus den unterschiedlichsten klinischen Fachgebieten arbeiten für das Unternehmen. Außerdem kümmern sich LADR-Mitarbeiter auch um die Bereiche Umwelt-, Wasser- und Lebensmittelanalytik. Mittlerweile steht mit Jan Kramer die dritte Generation mit an der Spitze des Laborverbunds. Noch teilt er sich mit seinem Vater Detlef Kramer die Leitung, aber immer mehr Aufgaben gehen an den Sohn über. "Viele unserer Einsender arbeiten mit uns seit Jahren zusammen. Wir danken für dieses Vertrauen und arbeiten ständig daran, die Qualität unserer Analytik auf höchstem Niveau zu halten", sagt Jan Kramer. Weil dem LADR-Team auch die Unterstützung der ärztlichen Aus- und Weiterbildung ein wichtiges Anliegen ist, wurde im Neubau ein eigenes Fortbildungszentrum, die "LADR Akademie", eingerichtet. "In der Entscheidung für den Erweiterungsbau steckt auch ein ausdrückliches Bekenntnis zum Standort Geesthacht", sagt Jan Kramer. 450 Mitarbeitern stehen mittlerweile 4600 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.

"Wir freuen uns auf einen Tag mit vielen Gästen aus Geesthacht und Umgebung", sagt Detlef Kramer. Es wird Laborführungen und Vorträge geben und auch für das leibliche Wohl der Gäste wird gesorgt sein. Wer die Möglichkeit hat, sollte zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. Parkplätze stehen an der Sportanlage an der Berliner Straße, auf dem Platz an der Trift - und, über einen Pendelbus angebunden - auf der Wiese bei "Garpa" an der Steinstraße zur Verfügung.

Um 11 Uhr berichtet Jan Kramer über die Labor-Geschichte in Geesthacht, um 12 Uhr hält Burkhard Schütze einen Vortrag über Lebensmittelanalytik, um 13 Uhr geht es bei Lars Wilhelm um Drogenanalytik, um 14 Uhr steht Reisemedizin mit Alexander Zitzer auf dem Programm und um 15 Uhr berichtet Sven Dageförde über Wasser- und Umweltanalysen.